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Antiquitäten Wien

Alte Meister

Niederländische Bauern- und Wirtshausszenen

Genrebilder mit Zechern, Rauchern, Musikanten und Dorffesten aus Flandern und Holland.

Adriaen Brouwer begründete um 1630 das kleinformatige Bild raufender, rauchender und trinkender Bauern in dämmrigen Schenken. David Teniers d. J. machte das Thema salonfähig und malte daneben für Erzherzog Leopold Wilhelm in Brüssel Ansichten von dessen Gemäldegalerie, deren Bestände später nach Wien kamen und heute einen Grundstock des Kunsthistorischen Museums bilden. In Haarlem schilderte Adriaen van Ostade Bauernstuben und Dorfstraßen, Jan Steen ausgelassene Familienfeste. Die Motive wurden bis ins 19. Jahrhundert kopiert und nachgeahmt.

Nachfolger und Kopisten haben dieses Fach so breit bedient, dass die Zuschreibung im Vordergrund steht. Werke des 17. Jahrhunderts zeigen eine dünne, oft durchscheinende Untermalung, präzise Gesichter und Stillleben-Details wie Tonpfeifen, Krüge und Muscheln. Spätere Nachahmungen wirken dunkler und gröber, die Figuren schematischer. Signaturen wie „DT“ oder „D. Teniers“ wurden häufig nachgetragen und verlangen eine Prüfung unter UV-Licht. Eichentafeln dieser Zeit sind dünn, an den Rändern abgefast und meist aus mehreren Brettern verleimt.

Woran man es erkennt

  • Kleinformat auf Eichenholz
  • Durchscheinende Untermalung
  • Stillleben-Details im Vordergrund
  • Häufig nachgetragene Signaturen
  • Kopien des 18. und 19. Jahrhunderts

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.