Österreichische Landschaften des 18. Jahrhunderts
Ideallandschaften und Ansichten aus Niederösterreich und den Alpenländern vor dem Biedermeier.
Die Landschaftsmalerei in Österreich stand im 18. Jahrhundert unter niederländischem und italienischem Einfluss. Anton Faistenberger malte in Wien heroische Gebirgslandschaften mit Wasserfällen und Felsen. Christian Hilfgott Brand und sein Sohn Johann Christian Brand schufen Flusslandschaften und Ansichten der Wiener Umgebung, die bereits auf die Naturbeobachtung des 19. Jahrhunderts vorausweisen; Johann Christian Brand lehrte Landschaftsmalerei an der Akademie. Die Bilder sind meist mittelformatig, auf Leinwand gemalt und häufig als Paar angelegt.
Erkennbare Orte wie Donauufer, Kahlenberg oder Schlösser der Umgebung steigern das Interesse gegenüber reinen Ideallandschaften. Wichtig ist die Erhaltung der grünen und blauen Partien, die unter gealterten Firnisschichten stark verändert erscheinen können. Zuschreibungen innerhalb der Malerfamilie Brand werden über Signaturen und Vergleichswerke geklärt. Viele Bilder blieben unsigniert und werden über Motiv, Malweise und Herkunft aus Wiener Sammlungen eingeordnet. Kleine, sorgfältig staffierte Ansichten finden mehr Interesse als dunkle Ideallandschaften im Großformat. Leinwände dieser Zeit sind häufig doubliert.
Woran man es erkennt
- Erkennbare Orte der Wiener Umgebung
- Bildpaare im Mittelformat
- Gealterter Firnis in Grünpartien
- Zuschreibung innerhalb der Familie Brand
Künstler & Entwerfer
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