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Künstler: Wiener Barock

Franz Anton Maulbertsch

Freskant, Maler, Radierer, 1724–1796, Langenargen – Wien

Freskant des Wiener Rokoko, dessen erstes großes Werk die Ausmalung der Piaristenkirche Maria Treu in der Josefstadt 1752/53 war.

Franz Anton Maulbertsch stammte aus Langenargen am Bodensee und studierte ab 1739 an der Wiener Akademie, deren Mitglied er 1759 wurde. Er arbeitete für Kirchen, Klöster und Schlösser in Österreich, Ungarn, Mähren und Böhmen und lebte bis zu seinem Tod 1796 in Wien. Seine Malerei gilt als Höhepunkt des Spätbarock in Mitteleuropa; im Alter näherte er sich dem Klassizismus. Sein Vater war Maler.

In der Piaristenkirche Maria Treu malte Maulbertsch 1752/53 die Deckenfresken, es folgten unter anderem Sümeg in Ungarn, der Riesensaal der Innsbrucker Hofburg und die Bibliothek von Strahov in Prag. Seine Farben sind flackernd, das Licht zerreißt die Formen, Figuren erscheinen fast visionär. Er schuf Altarbilder, Ölskizzen und einige Radierungen, die seine nervöse Strichführung zeigen. Die Ölskizzen sind oft kleinformatig und mit raschem Pinsel gemalt.

Maulbertsch-Ölskizzen sind gesucht, aber oft schwer von Werken seiner Werkstatt und seiner Nachfolger abzugrenzen; Felix Ivo Leicher, Joseph Winterhalder d. J. und andere arbeiteten in seiner Manier. Die Schreibweise Maulpertsch kommt in älterer Literatur vor. Seine Radierungen sind im Grafikhandel greifbar, wobei frühe Abzüge kräftiger wirken als spätere Nachdrucke. Herkunft aus Kirchenbesitz klären wir vor einem Angebot.

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