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Dosen, Miniaturen & Objets de vertu im 9. Bezirk, 1090 Wien

Porzellandosen und Etuis vom Alsergrund verkaufen

In der Rossau arbeitete von 1718 bis 1864 die Wiener Porzellanmanufaktur. Dosen, Etuis und Tabatièren aus Wiener Porzellan sind am Alsergrund Heimatfunde.

Nahe der heutigen Porzellangasse brannte die Manufaktur fast anderthalb Jahrhunderte lang Porzellan; Familien in den Vorstadthäusern von Lichtental, am Himmelpfortgrund und in der Rossau bewahren Dosen, Bonbonnieren und Etuis mit Bindenschild, oft als Erbstück mit Geschichte. Großbürgerliche Wohnungen an Währinger Straße und Berggasse, oft mit Ordination, enthalten Arztetuis, Lupen, Pillendosen und Antiken in kleinen Vitrinen. In Professorenhaushalten liegen Grand-Tour-Mitbringsel: Mikromosaike, Steinproben, Gemmenabdrücke in Kästchen.

1718 erhielt Claudius Innocentius du Paquier das Privileg für die Manufaktur, ab 1744 gehörte sie dem Staat, seither kennzeichnet der Bindenschild im Boden ihr Porzellan. Sigmund Freud stellte in der Berggasse 19 seine Sammlung antiker Kleinfiguren auf Schreibtisch und Vitrinen, ein Beispiel für Gelehrtensammlungen des Bezirks. Das Gartenpalais Liechtenstein zeigt Kunstkammerstücke der Fürstlichen Sammlungen, das Josephinum medizinische Lehrsammlungen. Mit der Vertreibung jüdischer Familien nach 1938 wurden auch ihre Sammlungen zerstreut.

Wiener Porzellan des 18. Jahrhunderts ist oft gefälscht oder später bemalt; Bindenschild, Jahresstempel und Malernummer prüfen wir unter der Lupe. Antiken und Kleinfiguren übernehmen wir nur mit geklärter Herkunft. Bei Ordinationsauflösungen sehen wir uns auch Schreibtischladen und Instrumentenschränke an. Kleine Stücke packen wir einzeln in Seidenpapier, bezahlt wird nach Ihrer Wahl.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Dosen, Bonbonnieren und Etuis aus Wiener Porzellan – Manufaktur in der Rossau 1718–1864.
  • Grand-Tour-Andenken und Gemmenabdrücke – Professorenhaushalte im Universitätsviertel.
  • Arztetuis und Pillendosen – Ordinationswohnungen an Währinger Straße und Berggasse.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Fragen zu Dosen, Miniaturen & Objets de vertu

Ist eine Golddose nur ihr Goldgewicht wert?

Selten. Der Materialwert ist die Untergrenze, die wir mit unserem Punzierungsschein zum Tageswert ermitteln. Bei Dosen mit guter Ziselierung, Email, Miniatur oder bekannter Meistermarke liegt der Objektwert meist deutlich darüber.

Kaufen Sie Miniaturen auf Elfenbein?

Nur wenn eine Ausnahme nach VO (EU) 2021/2280 greift und die Bescheinigung vorliegt. Miniaturen auf Pergament, Karton, Kupfer oder Email übernehmen wir ohne diese Einschränkung. Ob eine Miniatur auf Elfenbein gemalt ist, klären wir bei der Besichtigung.

Woran erkenne ich eine gedruckte Miniatur?

Unter einer Lupe zeigt ein Druck ein gleichmäßiges Punktraster, eine gemalte Miniatur dagegen Pinselstriche und Punktierung in unterschiedlicher Dichte. Gedruckte Stücke sitzen oft hinter gewölbtem Glas in Messingrahmen mit Fadenkranz.

Haben Wiener Ballspenden einen Wert?

Ja, besonders Damenspenden aus der Zeit um 1900 mit Entwürfen der Wiener Werkstätte oder bekannter Firmen. Vollständige Spenden mit Tanzordnung, Bleistift und Etui sind gefragter als lose Einbände. Sammlungen mehrerer Jahrgänge bewerten wir gemeinsam.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.