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Wiener Bronzen im 9. Bezirk, 1090 Wien

Wiener Bronzen am Alsergrund: Ordinationen, Strudlhofstiege, Rossau

Josef Müllners Schubertbrunnen, die Strudlhofstiege und Ordinationswohnungen der Berggasse: Am Alsergrund liegen Schreibtischbronzen oft in Ärztehaushalten.

Viele großbürgerliche Wohnungen in Berggasse, Porzellangasse und Liechtensteinstraße dienten von Anfang an zugleich als Praxis. Auf den Schreibtischen solcher Praxen standen Tintenzeuge, Briefbeschwerer und Tierfiguren, in Rauchzimmern Aschenschalen mit Figuren. Kleinere Altbauwohnungen in Lichtental und Michelbeuern sowie Vorstadthäuser am Himmelpfortgrund ergänzen den Bestand um Biedermeierstücke und einfache Gebrauchsbronzen. Studierende und Klinikpersonal wechseln häufig, die alten Mietparteien bleiben oft über Jahrzehnte.

Josef Müllner schuf 1910 den Schubertbrunnen am Geburtshaus des Komponisten in der Nußdorfer Straße. Im selben Jahr entstand Johann Theodor Jaegers Strudlhofstiege, deren Laternen, Brunnen und Rampen jener Formenwelt angehören, aus der viele Lampen- und Figurenbronzen um 1900 stammen. Im Gartenpalais Liechtenstein hängen Biedermeierbilder aus fürstlichem Besitz. Zwischen Berggasse und Türkenstraße stand bis 1944 die Halle des städtischen Tandelmarkts, Umschlagplatz für Altwaren aus ganz Wien.

In Ärzte- und Professorenhaushalten liegen Bronzen oft zwischen Instrumenten, Mikroskopen und Fachbibliotheken; wir sehen den Bestand gemeinsam durch, damit nichts unbemerkt im Karton bleibt. Für Bronzen, deren Besitzgeschichte die Jahre nach dem März 1938 berührt, verlangen wir eine nachvollziehbare Herkunft. Für den ersten Kontakt per WhatsApp reichen Fotos von Signatur, Marke und Sockel; die Besichtigung in der Rossau oder in Lichtental vereinbaren wir danach.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Tintenzeuge und Briefbeschwerer – Ordinationen und Professorenwohnungen an Berggasse und Währinger Straße
  • Jugendstil-Lampen mit Figuren – Gründerzeitwohnungen im Umfeld der Strudlhofstiege
  • Aschenschalen und Zündholzhalter – Rauchzimmer großbürgerlicher Praxiswohnungen

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Künstler

22

Manufakturen & Marken

6

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

10

Fragen zu Wiener Bronzen

Ich habe eine ganze Vitrine voller kleiner Tiere – lohnt sich eine Besichtigung?

Ja. Sammlungen enthalten oft seltene Miniaturen und Gruppen, die einzeln kaum auffallen. Bei der Besichtigung wird jedes Stück geprüft, das Angebot kann die Sammlung oder einzelne Figuren umfassen.

Sind Figuren mit Elfenbeingesicht verkäuflich?

Nur, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise für Elfenbein vorliegen. Häufig bestehen solche Teile aus Bein oder Kunststoff, was bei der Besichtigung geklärt wird.

Woran erkenne ich eine echte Wiener Bronze?

An Gewicht, scharfer Ziselierung, mehrschichtiger Kaltbemalung und an der Unterseite mit Gewinden, Muttern und eingeschlagenen Marken. Nachgüsse sind leichter, glatter lackiert und weicher in den Details. Ein Foto der Unterseite hilft bei der Einschätzung.

Meine Figur hat keine Marke – ist sie trotzdem echt?

Das ist gut möglich, denn viele Wiener Bronzen sind ungemarkt, weil Werkstätten für Händler arbeiteten oder kleine Stücke keinen Platz boten. Entscheidend sind Guss, Ziselierung und Bemalung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.