Hochbarock im 9. Bezirk, 1090 Wien
Hochbarock am Alsergrund: Pozzo, Rottmayr und Rubens im Gartenpalais
Andrea Pozzos Herkulessaal, Johann Michael Rottmayrs Stiegenhäuser und Rubens' Decius-Mus-Zyklus machen das Gartenpalais Liechtenstein zu einem Hauptort des Wiener Hochbarock.
Nach Plänen Domenico Martinellis entstand um 1690–1711 in der Rossau das Gartenpalais Liechtenstein – in den Jahren, in denen Adel und Orden nach dem Sieg von 1683 die zerstörten Vorstädte neu bebauten. Im Herkulessaal freskierte Andrea Pozzo die Decke, in den Treppenhäusern arbeitete Johann Michael Rottmayr. Die Fürstlichen Sammlungen zeigen dort den Decius-Mus-Zyklus von Peter Paul Rubens. Barock sind im Bezirk auch die Servitenkirche und die Lichtentaler Pfarrkirche; zur Liechtensteinstraße hin folgen großbürgerliche Wohnungen der Gründerzeit.
Hochbarocke Objekte erkennt man an schwerem Akanthus, Bandelwerk, Boulle-Marketerie aus Messing und Schildpatt sowie an kräftig geschnitzten, vergoldeten Rahmen. Für Boulle-Arbeiten mit Schildpatt gelten Artenschutzbestimmungen nach CITES und VO (EG) 338/97, die nötigen Nachweise verlangen wir vor dem Ankauf. Häufiger sind Gemälde aus dem Umkreis von Rubens, Kopien des 18. und 19. Jahrhunderts, Andachtsbilder, Zinn und Silber. Werkstatt, Nachfolge und Kopie unterscheiden wir über Malweise, Leinwand, Doublierung und den Vergleich mit den Sammlungen im Palais.
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