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Antiquitäten Wien

Porzellan im 9. Bezirk, 1090 Wien

Alt-Wiener Porzellan vom Alsergrund: Rossau und Porzellangasse

Von 1718 bis 1864 arbeitete die Wiener Porzellanmanufaktur in der Rossau. Alt-Wiener Porzellan mit Bindenschild und Keramik der 1950er-Jahre kaufen wir am Alsergrund an.

Die Porzellangasse trägt ihren Namen nach der Manufaktur, die fast anderthalb Jahrhunderte in der Rossau produzierte. Entsprechend häufig sind am Alsergrund Erbstücke mit Bindenschild: Tassen, Teller und Figuren, die in Lichtental, am Himmelpfortgrund und in den Bürgerhäusern der Alservorstadt über Generationen weitergegeben wurden. In den Ordinationswohnungen von Ärzten und Professoren an der Währinger Straße kommen Service, Prunkschalen und Vasen der Gründerzeit dazu, oft zusammen mit Bibliotheken und Grafik.

Die Wiener Porzellanmanufaktur, 1718 gegründet und 1744 vom Staat übernommen, beschäftigte Maler wie Anton Kothgasser, der hier ab etwa 1784 arbeitete, bevor er als Glasmaler bekannt wurde. Ab 1783 erhielten die Stücke eingeprägte Jahreszahlen, die die Datierung bis heute erleichtern. Fast hundert Jahre nach der Schließung richtete der Keramiker Kurt Ohnsorg 1955 in der Porzellangasse 26 seine Werkstatt ein. Josephinum und Narrenturm von Isidore Canevale zeigen den Josephinischen Stil der Jahre um 1784.

Alt-Wiener Porzellan datieren wir anhand von Bindenschild, Jahresstempel, Malernummer und Bossierzeichen; fotografieren Sie die Unterseite deshalb scharf und mit Streiflicht. Spätere Stücke im Alt-Wiener Stil tragen den Schild oft über der Glasur, das unterscheiden wir bei der Besichtigung. Bestände aus Haushalten, die vor 1938 jüdischen Familien gehörten, prüfen wir auf ihre Provenienz, bevor wir ein Angebot machen.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Alt-Wiener Porzellan mit Bindenschild und Jahresstempel – Manufaktur in der Rossau 1718–1864.
  • Service und Vasen der Gründerzeit – Ärzte- und Professorenwohnungen an der Währinger Straße.
  • Keramik von Kurt Ohnsorg – Werkstatt in der Porzellangasse 26 ab 1955.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

51

Epochen & Stile

34

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Porzellan

Reicht ein Foto der Marke für eine Bewertung?

Für eine erste Einordnung ist die Marke wichtig, sie sagt aber allein wenig über Qualität und Zustand. Dazu braucht es Fotos der Vorderseite, der Malerei und eventueller Schäden. Die endgültige Bewertung erfolgt bei der Besichtigung.

Wie erkenne ich echtes Alt-Wiener Porzellan?

Echte Stücke tragen den Bindenschild in Unterglasurblau oder eingeprägt, ab 1783 meist zusammen mit einer eingeprägten Jahreszahl. Bis 1800 ist sie zweistellig, danach dreistellig von 800 bis 864. Ein Bindenschild in Aufglasurfarbe spricht für eine spätere Arbeit im Wiener Stil.

Was bedeutet ein Strich durch die Marke?

Ein eingeschliffener Strich durch die Marke kennzeichnet Ware zweiter oder dritter Wahl, etwa bei Meissen, Augarten oder Royal Copenhagen. Solche Stücke wurden mit kleinen Fehlern verkauft und werden niedriger bewertet.

Sind große Speiseservice noch gefragt?

Große Speiseservice des 20. Jahrhunderts haben heute einen kleineren Markt als früher. Gefragt bleiben Service bekannter Manufakturen mit gesuchten Dekoren sowie einzelne Teile zur Ergänzung. Eine Liste mit Anzahl und Art der Teile hilft bei der Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.