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Neogotik im 9. Bezirk, 1090 Wien

Neogotik am Alsergrund: Ferstels Votivkirche

Heinrich von Ferstel gewann 1855 den Wettbewerb für die Votivkirche, gestiftet nach dem gescheiterten Attentat auf Franz Joseph 1853 und 1856–1879 errichtet.

Nach dem gescheiterten Attentat auf Kaiser Franz Joseph 1853 wurde eine Dankeskirche gestiftet; den Wettbewerb gewann 1855 der junge Heinrich von Ferstel. 1856–1879 entstand die Votivkirche mit ihren beiden Türmen am heutigen Rooseveltplatz. Ferstel baute in denselben Jahrzehnten gleich gegenüber am Ring das Hauptgebäude der Universität. Um die Kirche wuchs das Universitätsviertel mit großbürgerlichen Wohnungen an Währinger Straße, Liechtensteinstraße, Porzellangasse und Berggasse, viele seit jeher zugleich Wohnung und Ordination.

Neugotik aus Alsergrunder Haushalten zeigt sich in Bücherschränken und Schreibtischen mit Maßwerk, Hausaltären, Kruzifixen, Andachtsbildern und Gebetbüchern mit Metallbeschlägen, dazu Tischuhren in Kirchenform. Bei Möbeln unterscheiden wir Tischlerarbeit aus massiver Eiche von Serienware mit aufgeleimtem Zierwerk. Sakrales Gerät wie Kelche oder Monstranzen übernehmen wir nur aus nachweislich privatem Besitz; Silber prüfen wir auf Punzen und Meistermarke. Ordinationsräume mit neugotischen Einbauten bewerten wir vor Ort.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.