Frühbarock im 9. Bezirk, 1090 Wien
Frühbarock in der Rossau: die Servitenkirche am Alsergrund
Die Servitenkirche in der Rossau, ab 1651 über ovalem Grundriss errichtet, bildet den Kern des Servitenviertels zwischen Porzellangasse und Donaukanal.
Die Serviten ließen sich im 17. Jahrhundert in der Rossau nieder, damals eine Vorstadt der Fischer, Flößer und Holzhändler am Donaukanal. Ab 1651 bauten sie ihre Kirche über ovalem Grundriss, einer Raumform aus Italien. Um die Kirche entstand das Servitenviertel mit seinen Gassen zwischen Porzellangasse und Rossauer Lände. In der Seegasse liegt der älteste erhaltene jüdische Friedhof Wiens mit Grabsteinen ab dem 16. Jahrhundert; an der Lände folgen die Rossauer Kaserne von 1865–1869 und Otto Wagners Stadtbahnstation.
Kirchenausstattungen des Frühbarock gelangen kaum regulär in den Handel; aus Haushalten kommen Andachtsbilder, Hausaltäre, Kruzifixe, Zinnleuchter und Holzfiguren aus Privatbesitz. Bei jedem sakralen Stück prüfen wir, ob es aus Kirchengut stammt, und lassen uns Herkunft und Erbgang schildern. Echtheit zeigt sich an Fassungsschichten, Holzbearbeitung und Alterungsspuren; schwarz gefasste Rahmen mit Knorpelwerk wurden im 19. Jahrhundert oft nachgeahmt. Aus Wohnungen im Servitenviertel übernehmen wir zudem Möbel und Bilder späterer Epochen.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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