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Briefmarken im 9. Bezirk, 1090 Wien

Briefmarken verkaufen am Alsergrund – Ärztepost und Franz-Josefs-Bahn

Ärzte und Professoren des Klinikviertels korrespondierten mit der halben Welt, vom Franz-Josefs-Bahnhof liefen Züge nach Böhmen: Am Alsergrund wird Postgeschichte greifbar.

Ordinationswohnungen in Berggasse, Porzellangasse und an der Währinger Straße, kleinere Altbauwohnungen in Lichtental und Michelbeuern, Gemeindebauten an Gürtel und Spittelau: So unterschiedlich fallen auch die Sammlungen aus. Ärztefamilien bewahren internationale Korrespondenz, Kongresspost und Briefe aus der ganzen Monarchie, Professoren Fachpost aus Übersee. In Lichtental und am Himmelpfortgrund tauchen Familienalben mit Marken der Monarchie auf, in den Gemeindebauten Abo-Lieferungen und Motivalben.

Vom Franz-Josefs-Bahnhof führte die Franz-Josefs-Bahn nach Böhmen; Briefe mit Bahnpoststempeln dieser Strecke gehören zur Postgeschichte des Bezirks. Friedensreich Hundertwasser, der der Fernwärme Spittelau 1989–1992 ihre Fassade gab, entwarf auch Briefmarken. Viele Ärzte und Juristen des Bezirks waren jüdisch und mussten nach 1938 fliehen; Briefe aus der Emigration, mit Zensurstempeln und ausländischen Marken, sind bewegende Dokumente, deren Herkunft wir vor einem Ankauf mit der Familie klären.

Korrespondenz aus Ordinationen enthält mitunter Patientendaten; wir sichten diskret und übernehmen nur philatelistisch relevante Umschläge, wenn Sie das wünschen. Ganze Briefbündel bitte nicht auseinanderreißen, sondern mit Schnur gebündelt lassen. Wohnungen mit Kündigungsfrist, im Klinikviertel häufig, besichtigen wir zeitnah. Ein Angebot erhalten Sie nach Durchsicht vor Ort, je Sammlung oder Konvolut.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Internationale Ärzte- und Gelehrtenkorrespondenz – Ordinationen und Professorenhaushalte im Klinikviertel.
  • Bahnpoststempel der Franz-Josefs-Bahn – Strecke vom Franz-Josefs-Bahnhof nach Böhmen.
  • Briefe aus der Emigration nach 1938 – jüdische Familien des Bezirks; Herkunft wird mit der Familie geklärt.
  • Marken nach Entwürfen von Friedensreich Hundertwasser – Fernwärme Spittelau im Bezirk.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

6

Fragen zu Briefmarken

Wie sollte ich eine Sammlung bis zur Besichtigung aufbewahren?

Trocken, kühl und flach liegend, nicht im feuchten Keller oder auf einem heißen Dachboden. Alben nicht aufeinanderpressen, lose Marken nicht in Plastikbeutel stecken.

Kaufen Sie Sammlungen aus anderen Ländern?

Ja. Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Vatikan, die Nachfolgestaaten der Monarchie und Übersee werden ebenso gesammelt. Wir bewerten jedes Gebiet nach seinem eigenen Markt.

Ist meine Briefmarkensammlung etwas wert?

Das hängt vom Inhalt ab. Viele Sammlungen der Nachkriegszeit bestehen aus häufigen Marken mit geringem Wert, einzelne klassische Marken, seltene Stempel und Briefe können aber erheblich sein. Wir sichten die Sammlung vollständig, bevor wir bewerten.

Soll ich Marken von Briefen ablösen?

Nein. Briefe und Karten können mehr wert sein als die abgelösten Marken, weil Stempel, Porto und Destination Postgeschichte belegen. Lassen Sie die Belege, wie sie sind.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.