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Musikinstrumente im 9. Bezirk, 1090 Wien

Musikinstrumente vom Alsergrund: Schubert, Volksoper und Klinikviertel

Franz Schubert kam 1797 am Himmelpfortgrund zur Welt und führte in der Lichtentaler Pfarrkirche seine erste Messe auf. Am Alsergrund gehört das Instrument zur Bildungskultur.

In großbürgerlichen Gründerzeitwohnungen rund um Berggasse und Währinger Straße, oft zugleich Ordination, gehörte das Klavier zur Ausstattung, ebenso Geige oder Cello für die Hausmusik. Ärzte- und Professorenhaushalte hinterlassen deshalb Flügel, Pianinos und Streichinstrumente samt Bögen und Notenbibliotheken. Kleinere Altbauwohnungen in Lichtental und am Himmelpfortgrund bewahren Zithern, Gitarren und Harmoniums. Bei Instrumenten aus Haushalten, die vor 1938 bestanden, prüfen wir die Herkunft, weil Vertreibung und Beraubung auch Musikinstrumente betrafen.

Schubert wurde 1797 im Haus Nußdorfer Straße 54 geboren, dem heutigen Schubert Geburtshaus; in der Lichtentaler Pfarrkirche führte er seine erste Messe auf. Beethoven starb 1827 im Schwarzspanierhaus. Arnold Schönberg und sein Kreis waren mit Richard Gerstl verbunden, dessen Atelier in der Liechtensteinstraße lag. Die Volksoper an der Währinger Straße hinterließ Programme, Fotografien und Noten, die in Haushalten der Umgebung liegen.

Löst sich eine Ordination samt Wohnung auf, sehen wir Instrumente, Noten und Mobiliar in einem Termin an; die Besichtigung ist kostenlos. Für Geigen und Bratschen brauchen wir Fotos von Decke, Boden, Schnecke und Zettel, für Klaviere die Seriennummer. Harmoniums bitte nicht ausblasen oder ausbürsten, die Zungen sind empfindlich. Bezahlt wird bar oder per Überweisung.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Flügel, Pianinos und Streichinstrumente – Ärzte- und Professorenhaushalte im Klinikviertel; Provenienz wird geprüft
  • Harmoniums, Zithern und Gitarren – kleinere Altbauwohnungen in Lichtental und am Himmelpfortgrund
  • Noten und Musikalien mit Schubert- und Schönberg-Bezug – Lebensstationen im Bezirk

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

16

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

8

Fragen zu Musikinstrumente

Wie fotografiere ich eine Geige für die Ersteinschätzung?

Decke, Boden und beide Zargen gerade von vorn, die Schnecke von der Seite und den Zettel durch das linke F-Loch mit einer Taschenlampe. Beim Bogen den Frosch und den Stempel am Ende der Stange. Tageslicht ohne Blitz zeigt Lack und Holz am besten.

Kaufen Sie Instrumente aus der Blasmusik?

Ja, besonders ältere Instrumente Wiener und böhmischer Hersteller mit Drehventilen, Wiener Hörner und Instrumente mit Hofstempel. Moderne Schülerinstrumente sind häufig und werden im Bestand bewertet.

Nehmen Sie defekte Spieldosen und Drehorgeln?

Ja. Auch Werke mit gebrochenen Kammzähnen, fehlenden Walzen oder Schäden am Gehäuse haben Wert, weil sie sich restaurieren lassen. Bitte ziehen Sie ein blockiertes Werk nicht weiter auf.

Wer transportiert einen Flügel?

Den Transport von Flügeln und schweren Klavieren organisieren wir mit einem spezialisierten Klaviertransport. Kleinere Instrumente holen wir selbst ab.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.