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Teppiche im 9. Bezirk, 1090 Wien

Teppiche am Alsergrund: Ordinationen, Berggasse, Koppensteiner

Auf Freuds Couch in der Berggasse lag ein Orientteppich, in vielen Ordinationen des Bezirks ebenso. Der Teppich-Fachbetrieb Koppensteiner arbeitet an der Währinger Straße.

Wohnung und Ordination unter einem Dach: Viele Gründerzeitwohnungen in Berggasse, Porzellangasse und Liechtensteinstraße wurden so genutzt, und das Wartezimmer brauchte ebenso einen Teppich wie das Sprechzimmer. In Ärzte- und Professorenhaushalten liegen deshalb oft viele Teppiche: Salonteppich, Brücken, Läufer, eine Galerie im langen Gang, mitunter ein Kelim über der Behandlungsliege. In Lichtental und am Himmelpfortgrund sind die Wohnungen kleiner, dort überwiegen Brücken und Bettumrandungen. Studierende und Klinikpersonal ziehen häufig um, Altbestände bleiben dennoch erhalten.

In der Berggasse 19 bedeckte ein Orientteppich die Behandlungscouch Sigmund Freuds; die Couch steht heute in London. Von 1864 bis 1944 hielt der Wiener Tandelmarkt am Roßauer Glacis seine Halle zwischen Berggasse und Türkenstraße, ein Umschlagplatz auch für gebrauchte Textilien. Viele Ärzte, Anwälte und Kaufleute des Bezirks waren jüdisch; nach 1938 wurden sie vertrieben, ihre Praxen, Wohnungen und Sammlungen geplündert. Die Votivkirche am Rooseveltplatz bildet den nördlichen Auftakt der Ringstraße.

Gehörte eine Wohnung vor 1938 einer jüdischen Familie, ist die Provenienz ihrer Teppiche vor einem Angebot zu klären. Wird eine Ordination aufgelöst, besichtigen wir Praxisräume und Privatwohnung gemeinsam. Unser Teppich-Partner arbeitet im Bezirk selbst: Orientteppich Koppensteiner, ansässig an der Währinger Straße 67 (PLZ 1090), übernimmt auf Wunsch Bewertung, Wäsche und Restaurierung, bevor oder nachdem wir einen Teppich angekauft haben.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Salonteppiche, Galerien und Brücken – Ärzte- und Professorenhaushalte mit Ordination an Berggasse und Porzellangasse
  • Kelims und Taschenfronten als Liegen- und Möbelbezüge – Praxis- und Arbeitszimmer im Klinikviertel
  • Bettumrandungen und Kleinformate – kleinere Wohnungen in Lichtental und am Himmelpfortgrund

Mit Bezug zu Alsergrund

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 9. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?

Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.

Nehmen Sie auch sehr große Teppiche?

Ja. Saalformate über drei mal vier Meter besichtigen wir vor Ort und übernehmen nach dem Ankauf den Abtransport. Der Markt für sehr große Formate ist kleiner, was sich in der Bewertung niederschlägt.

Wie alt muss ein Teppich sein, um als antik zu gelten?

Im Handel gelten Teppiche ab etwa 80 bis 100 Jahren als antik, Stücke zwischen etwa 50 und 80 Jahren als semi-antik. Das Alter allein bestimmt den Wert aber nicht; Herkunft, Qualität und Zustand wiegen ebenso schwer.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.