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Antiquitäten Wien

Design des 20. Jahrhunderts im 21. Bezirk, 1210 Wien

Design aus Floridsdorf: Karl-Seitz-Hof und Großfeldsiedlung

Hubert Gessners Karl-Seitz-Hof, Felix Augenfelds Gemeindebau an der Prager Straße und die Großfeldsiedlung: Floridsdorf bewahrt Wohnmöbel aus fünf Jahrzehnten.

Die Großfeldsiedlung entstand 1966–1971 in Fertigteilbauweise; in Wohnungen, die seit dem Erstbezug in derselben Familie sind, finden sich Anbauwände, Kunststofftische und Leuchten jener Jahre. In Kleingartenhäusern zwischen Bisamberg und Alter Donau, die seit den 1990er-Jahren zunehmend ganzjährig bewohnt werden, stehen Gartenmöbel und Kleinmöbel der Sechziger. Familien, die mit der Lokomotivfabrik und den Lohner-Werken verbunden waren, hinterlassen zudem Industriedesign: Motorroller, Werkstattleuchten, Messgeräte.

Felix Augenfeld, der später in New York als Innenarchitekt und Möbelentwerfer arbeitete, plante 1925/26 mit Karl Hofmann den Gemeindebau Prager Straße 56–58. Hubert Gessner baute 1926–1931 den Karl-Seitz-Hof, Ernst Lichtblau war am Paul-Speiser-Hof beteiligt, einer Anlage mit Ladenzeilen und Gemeinschaftseinrichtungen. Johannes Spalt und Friedrich Kurrent bauten 1971–1974 die Zentralsparkasse Floridsdorf um und erweiterten sie; gemeinsam mit Wilhelm Holzbauer bildeten sie die arbeitsgruppe 4.

In Siedlungs- und Winzerhäusern gehören Presshaus, Garage und Garten zur kostenlosen Besichtigung; ein Lohner-Roller oder eine Werkstattleuchte steht dort oft neben den Wohnmöbeln. Schicken Sie Übersichtsfotos jedes Raumes, dazu Typenschilder von Geräten. Für die Großfeldsiedlung reicht meist ein Termin, bei dem wir Wohnung und Kellerabteil gemeinsam mit Ihnen durchsehen. Einen Lohner-Roller bewerten wir beim selben Termin mit.

Was in Floridsdorf häufig auftaucht

  • Anbauwände, Kunststoffmöbel und Leuchten der 1960er- und 1970er-Jahre – Großfeldsiedlung und Gemeindebauten
  • Motorroller und Industriegerät von Lohner – Fertigung im Bezirk in den 1950er-Jahren
  • Gartenmöbel der Nachkriegszeit – Kleingartenanlagen an der Alten Donau und am Bisamberg

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 21. Bezirk.

Künstler

72

Manufakturen & Marken

65

Epochen & Stile

29

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Design des 20. Jahrhunderts

Wie wichtig sind Kataloge und Rechnungen?

Originalrechnungen, Kataloge und Fotos aus der Entstehungszeit belegen Herkunft und Datierung und erleichtern die Bewertung. Bewahren Sie sie gemeinsam mit dem Möbel auf.

Ist mein Sessel ein Original oder eine Kopie?

Hinweise geben Etiketten, Stempel und Prägungen des Herstellers, Konstruktionsdetails und Materialien. Kopien ohne Lizenz haben oft abweichende Maße und einfachere Verarbeitung. Fotos von Unterseite und Gestell helfen bei der Ersteinschätzung.

Sind Neuauflagen von Vitra oder Wittmann auch interessant?

Ja, wenn sie gut erhalten sind, denn lizenzierte Neuauflagen haben einen eigenen Gebrauchtmarkt. Sie werden jedoch anders bewertet als Stücke aus der ersten Produktionszeit.

Soll ich einen abgenutzten Bezug erneuern lassen?

Nein, zumindest nicht vor der Besichtigung. Originale Bezüge sind für Sammler wichtig, auch mit Gebrauchsspuren. Eine Neupolsterung kann den Wert mindern, wenn sie nicht dem Original entspricht.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.