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Volkskunst & Krippen im 21. Bezirk, 1210 Wien

Presshaus und Bauernstube: Volkskunst aus Floridsdorf

Kellergassen in Stammersdorf und Strebersdorf, alte Marchfelddörfer wie Leopoldau und Großjedlersdorf: Floridsdorf bewahrt bäuerliche Volkskunst jenseits der Donau.

Großjedlersdorf, Leopoldau und Stammersdorf blieben bis ins 20. Jahrhundert ländlich geprägt; in ihren Höfen stehen bemalte Truhen, Bauernkästen, Hausaltäre und Weihbrunnkessel. Entlang der Stammersdorfer Kellergasse, ebenso in Strebersdorf, blieben Presshäuser samt Baumpresse erhalten, und in ihren Gewölben lagern geschnitzte Fassböden, gläserne Weinheber und Krüge. Siedlungs- und Kleingartenhäuser am Bisamberg bewahren Krippen und Holzschnitzereien, Gemeindebauwohnungen an der Prager Straße Heiligenbilder und Papierkrippen.

Floridsdorf entstand 1786 auf Gründen des Stiftes Klosterneuburg und erhielt seinen Namen nach Propst Floridus Leeb. Lange vor Lokomotivfabrik und Gemeindebauten entstanden die Kirchen der Bauerndörfer Stammersdorf, Leopoldau und Großjedlersdorf sowie die Kellergassen am Fuß des Bisambergs. Die Beethoven-Gedenkstätte in Jedlesee, früher Gutshof der Gräfin Erdödy, erinnert an die Adelssitze am linken Donauufer. Stammersdorf kam erst 1938 zu Wien und hat seinen dörflichen Charakter bewahrt.

Truhen und Kästen aus Marchfelder Höfen sind oft mehrfach übermalt; unter späterer Farbe kann die ursprüngliche Bemalung mit Blumen und Jahreszahl liegen, die wir bei der kostenlosen Besichtigung prüfen. Geschnitzte Fassböden und Krüge aus Presshäusern fotografieren Sie bei Tageslicht vor dem Kellereingang. Weinbaugerät nehmen wir auf Wunsch mit; die Räumung des übrigen Kellers übernimmt unsere Wiener Schwesterseite.

Was in Floridsdorf häufig auftaucht

  • Bemalte Truhen, Bauernkästen und Hausaltäre – alte Höfe in Großjedlersdorf, Leopoldau und Stammersdorf
  • Geschnitzte Fassböden und Krüge – Presshäuser in der Stammersdorfer Kellergasse und in Strebersdorf
  • Krippen und Holzschnitzereien – Siedlungs- und Kleingartenhäuser am Bisamberg

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 21. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Was ist mit Votivtafeln aus einer aufgelassenen Kapelle?

Votivtafeln gehören in der Regel der Kirche oder dem Eigentümer der Kapelle. Wir übernehmen sie nur, wenn der rechtmäßige Besitz belegt ist, etwa bei einer Hauskapelle in Familienbesitz. Bitte klären Sie das vorab mit der Pfarre.

Lohnt die Bewertung einzelner Model oder Spanschachteln?

Ja. Lebzeltmodel mit fein geschnittenen Motiven und bemalte Brautschachteln haben eigene Sammler. Größere Sätze bewerten wir gemeinsam.

Kaufen Sie Trachten?

Historische Trachtenteile wie Goldhauben, Riegelhauben, Mieder mit Silberschnürung und bestickte Seidentücher übernehmen wir gern. Moderne Dirndl und Trachtenanzüge haben meist keinen Sammlerwert.

Wie erkenne ich eine alte Perchtenmaske?

Alte Masken zeigen innen Schweißspuren, abgegriffene Stellen und ausgerissene Befestigungslöcher, außen mehrere Farbschichten. Touristenmasken sind innen sauber, gleichmäßig geschnitzt und oft künstlich gealtert. Fotos der Innenseite sind daher wichtig.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.