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Material: Email, Steine & Schmuck

Cloisonné

Zellenschmelz mit aufgesetzten Metallstegen, die farbige Emailfelder trennen, bekannt aus China, Japan und Russland.

Beim Cloisonné werden feine Metallstege auf einen Grund aus Kupfer, Silber oder Gold gelötet oder geklebt. Die entstehenden Zellen füllt der Emailleur mit farbigem Glasfluss, der eingebrannt und plan geschliffen wird. Byzantinische Goldschmiede beherrschten die Technik im Mittelalter. In China wurde sie in der Ming-Dynastie unter Kaiser Jingtai so bekannt, dass Cloisonné dort bis heute Jingtai-Blau heißt. Japan entwickelte in der Meiji-Zeit feinste Arbeiten, russische Werkstätten um 1900 Silber mit Cloisonné.

Die Stege sind als feine Metalllinien zwischen den Farbfeldern sichtbar und liegen eben mit dem Email. Unter der Lupe zeigen sich kleine Poren und Bläschen im Email. Chinesisches Cloisonné hat oft einen vergoldeten Rand und einen Boden aus Kupfer, japanisches extrem feine Stege und fein abgestufte Farbtöne. Russische Arbeiten tragen Silberpunzen. Japanisches Musen-Cloisonné arbeitet ohne sichtbare Stege. Kunststoffimitationen sind leicht und warm. Gedrückte Stellen und Dellen zeigen sich im Email als Sprünge.

Chinesisches Cloisonné der Ming- und frühen Qing-Zeit ist selten und museal, spätere Exportware häufig. Japanische Arbeiten der Meiji-Zeit aus bekannten Werkstätten wie der von Namikawa Yasuyuki sind gesucht. Abplatzungen, Risse und Dellen mindern den Wert stark. Regierungsmarken auf chinesischen Stücken sind oft spätere Nachahmungen älterer Marken.

So prüfen Sie es

  • sichtbare Metallstege zwischen Farbfeldern
  • plan geschliffene Emailfläche
  • kleine Poren im Email
  • vergoldeter Rand bei chinesischen Stücken
  • Silberpunzen bei russischen Arbeiten

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.