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Wiener Bronzen im 21. Bezirk, 1210 Wien

Wiener Bronzen in Floridsdorf: Industrie, Kellergasse, Siedlung

Lokomotivfabrik, Lohner-Werke und Stammersdorfer Kellergasse: Floridsdorfer Haushalte bewahren Bronzen aus Arbeiterwohnungen und aus alten Winzerhäusern.

Floridsdorf reicht vom Gründerzeitkern um Am Spitz über Gemeindebauten jeder Generation und Reihenhaussiedlungen bis zu den Winzerhäusern von Strebersdorf und Stammersdorf; an der Alten Donau kommen Kleingärten hinzu. Lokomotivfabrik und Lohner-Werke haben Familien über Generationen an den Bezirk gebunden. Wo zum Winzerhaus noch Presshaus und Gewölbekeller gehören, kommen Rauchgarnituren, Tischglocken und Tierfiguren aus der Gaststube vor, in Gemeindewohnungen wie im Paul-Speiser-Hof Gebrauchsbronzen und Geschenke der Zwischenkriegszeit.

In Floridsdorf ist keine Bronzewerkstatt belegt; die Verbindung führt über Industrie und Ehrengaben. Zu Dienstjubiläen in den großen Werken gab es Ehrengaben, meist Uhren, und in solchen Haushalten stehen Bronzen oft gleich daneben. Hubert Gessners Karl-Seitz-Hof und der Schlingerhof stehen für die Wohnkultur der späten 1920er-Jahre, als Art-déco-Figuren beliebte Geschenke waren. Im Mautner-Schlössl an der Prager Straße ist das Bezirksmuseum untergebracht.

Zu Verlassenschaften in Strebersdorf oder an der Stammersdorfer Kellergasse gehören Presshaus und Keller; wir sehen auch dort nach, weil mitunter Gaststubeninventar lagert. Kleingartenhäuser an der Alten Donau werden zunehmend ganzjährig bewohnt und enthalten dann vollständigen Hausrat. Schicken Sie vorab Fotos mit Maßstab; eine anschließende Räumung erledigt auf Wunsch unsere Schwesterseite entruempelung-danube.at.

Was in Floridsdorf häufig auftaucht

  • Rauchgarnituren und Tischglocken – Gaststuben der Winzerhäuser in Stammersdorf und Strebersdorf
  • Art-déco-Geschenkfiguren – Gemeindebauwohnungen wie im Karl-Seitz-Hof
  • Pferde- und Hundefiguren – alte Bauern- und Winzerhäuser in Leopoldau und Großjedlersdorf

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 21. Bezirk.

Künstler

22

Manufakturen & Marken

6

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

10

Fragen zu Wiener Bronzen

Ich habe eine ganze Vitrine voller kleiner Tiere – lohnt sich eine Besichtigung?

Ja. Sammlungen enthalten oft seltene Miniaturen und Gruppen, die einzeln kaum auffallen. Bei der Besichtigung wird jedes Stück geprüft, das Angebot kann die Sammlung oder einzelne Figuren umfassen.

Sind Figuren mit Elfenbeingesicht verkäuflich?

Nur, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise für Elfenbein vorliegen. Häufig bestehen solche Teile aus Bein oder Kunststoff, was bei der Besichtigung geklärt wird.

Woran erkenne ich eine echte Wiener Bronze?

An Gewicht, scharfer Ziselierung, mehrschichtiger Kaltbemalung und an der Unterseite mit Gewinden, Muttern und eingeschlagenen Marken. Nachgüsse sind leichter, glatter lackiert und weicher in den Details. Ein Foto der Unterseite hilft bei der Einschätzung.

Meine Figur hat keine Marke – ist sie trotzdem echt?

Das ist gut möglich, denn viele Wiener Bronzen sind ungemarkt, weil Werkstätten für Händler arbeiteten oder kleine Stücke keinen Platz boten. Entscheidend sind Guss, Ziselierung und Bemalung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.