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Joseph Maria Olbrich im 1. Bezirk, 1010 Wien

Joseph Maria Olbrich und die Secession: das Haus mit der Lorbeerkuppel

1897/98 errichtete Joseph Maria Olbrich das Secessionsgebäude in der Friedrichstraße 12, mit der Kuppel aus vergoldeten Lorbeerblättern.

In der Friedrichstraße 12 steht das Ausstellungshaus der Secession, das Joseph Maria Olbrich 1897/98 baute; er gehörte zu den Gründern der Vereinigung, und die Kuppel aus vergoldeten Lorbeerblättern trug dem Bau in Wien den Spottnamen „Krauthappel“ ein. Olbrich hatte an der Staatsgewerbeschule und bei Carl von Hasenauer an der Akademie studiert und im Büro Otto Wagners an der Stadtbahn mitgearbeitet. 1899 holte ihn Großherzog Ernst Ludwig an die Künstlerkolonie Darmstadt, wo das Ernst-Ludwig-Haus und der Hochzeitsturm entstanden.

Olbrichs Wiener Jahre hinterließen Plakate, etwa für die zweite Secessionsausstellung 1898, Beiträge zur Zeitschrift „Ver Sacrum“ und Entwurfszeichnungen; in Darmstadt folgten Möbel, Schmuck und Zinngerät, das Eduard Hueck in Lüdenscheid fertigte. Hueck-Zinn trägt eine Herstellermarke mit Modellnummer, Plakate einen Druckvermerk. Reprints der Secessionsplakate sind häufig und meist kleiner. In Grafiksammlungen der Inneren Stadt, gekauft bei Händlern der Dorotheergasse, tauchen Olbrich-Blätter neben Arbeiten der Wiener Werkstätte auf.

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