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Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst

Figuren und Gerät aus Eisenkunstguss

Figuren, Plaketten, Leuchter und Ziergerät aus Gusseisen, aus Berlin, Gleiwitz, Sayn, Mariazell und Blansko, vor allem aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Um 1800 entdeckten preußische und österreichische Hütten das Gusseisen als Material für Kunstgegenstände. Die Königlichen Eisengießereien in Gleiwitz und Berlin und die Hütte in Sayn gossen feine Figuren, Reliefs, Leuchter, Schalen, Briefbeschwerer und alljährlich Neujahrsplaketten mit Ansichten. In Österreich war das Gusswerk bei Mariazell bekannt, in Mähren die Salm'schen Eisenwerke in Blansko, die Figuren und Gartenmobiliar lieferten. Die schwarz lackierte oder dunkel patinierte Oberfläche ahmte Bronze nach und passte zum Klassizismus und Biedermeier. Später folgten Grabkreuze, Brunnen und Bauzier.

Den Wert bestimmen Hütte, Feinheit des Gusses, Motiv und Erhaltung. Neujahrsplaketten, signierte Reliefs, filigrane Schalen und Figuren aus der Zeit vor 1850 sind gesucht. Rost, Brüche und abgeblätterte Lackierung mindern den Wert; Gusseisen bricht bei Stoß und lässt sich schwer reparieren. Spätere Güsse des 20. Jahrhunderts sind gröber und schwerer. Grabkreuze und Bauteile setzen eine geklärte Herkunft voraus. Die Unterseite trägt oft eingegossene Hüttenmarken.

Woran man es erkennt

  • Neujahrsplaketten aus Berlin und Gleiwitz
  • Figuren aus Blansko
  • Mariazeller Eisenkunstguss
  • Filigrane Schalen und Körbe
  • Reliefs und Medaillons
  • Briefbeschwerer und Leuchter

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.