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Romanik im 1. Bezirk, 1010 Wien

Romanik in der Inneren Stadt: Ruprechtskirche und Riesentor

Ruprechtskirche, Riesentor und Heidentürme bewahren das romanische Wien. Objekte jener Jahrhunderte erreichen den Handel nur selten und brauchen eine klare Herkunft.

Die Ruprechtskirche nahe dem Donaukanal, heute umgeben vom Bermudadreieck, bewahrt Mauerwerk des 11. und 12. Jahrhunderts und gilt als älteste erhaltene Kirche Wiens. Vom romanischen Stephansdom blieben das Riesentor und die beiden Heidentürme, eingebunden in den gotischen Neubau. Die erste Stephanskirche war 1147 geweiht worden, neun Jahre bevor Heinrich II. Jasomirgott Wien zur Residenz machte. Gegenüber dem Riesentor, auf der Brandstätte, lag 1404 nachweislich der Wiener Tandelmarkt; der Altwarenhandel der Stadt begann also vor dem romanischen Portal.

Romanische Originale sind im Handel rar: Kapitelle, Steinfragmente, Bronzebeschläge, Vortragekreuze und Arbeiten in Grubenschmelz aus Limoges stammen meist aus Kirchen- oder Adelsbesitz. Sie verlangen eine lückenlose Provenienz, weil Kirchengut und Bodenfunde rechtlich geschützt sein können. Häufiger begegnen uns neuromanische Stücke des Historismus – Leuchter, Reliquiare, Buchbeschläge um 1880. Gleichmäßiger Guss, galvanische Vergoldung und Herstellermarken verraten sie; als eigenes Sammelgebiet haben sie durchaus ihren Markt.

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.