Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Künstler: Kunstgewerbeschule & Keramik

Kurt Ohnsorg

Keramiker, Lehrer, 1927–1970, Sigmundsherberg – Gmunden

Gründer des Keramiksymposions Gmunden (1963); Werkstatt in der Porzellangasse und Entwürfe für Lilienporzellan der ÖSPAG.

Kurt Ohnsorg studierte Keramik an der Akademie für angewandte Kunst in Wien bei Robert Obsieger und schloss 1950 ab; bis 1954 arbeitete er als Gast in Keramikateliers in Paris und Rom. 1950–1960 schuf er für die Gmundner Keramik und für Schleiss in Gmunden Kleinfiguren und Szenen, meist als Einzelstücke. 1954 gründete er in Wien ein experimentelles Keramikatelier, 1955 übernahm er die Werkstatt von Herta Bei in der Porzellangasse. 1969 gründete er in Linz die Meisterklasse Keramik. Er starb 1970 in Gmunden.

1961 gründete Ohnsorg mit Alfred Seidl das Josef-Hoffmann-Seminar für keramische Gestaltung und begann als Entwerfer für die ÖSPAG in Wilhelmsburg, wo er an den Serien „Daisy“ und „Corinna“ von Lilienporzellan mitwirkte. 1963 gründete er das Keramiksymposion Gmunden, das er bis 1970 leitete. Neben Vasen mit Seladon- und Farbglasuren schuf er öffentliche Arbeiten wie eine Porzellansäule in Raach am Hochgebirge (1968) und Keramikreliefs in Wien und Linz (1970).

Lilienporzellan trägt die Bodenmarke der ÖSPAG mit Serienbezeichnung; Ohnsorgs Anteil an einer Serie ist über Firmenunterlagen zu sichern. Atelierarbeiten sind meist Unikate und am Boden eingeritzt bezeichnet. Gmundner Kleinfiguren der 1950er Jahre tragen die Gmundner Marke. Eine Vase von 1964 besitzt das mumok; Museumsstücke bieten Vergleichsmaßstäbe für Glasur und Form.

Epochen & Stile

Ebenfalls: Kunstgewerbeschule & Keramik

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.