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Porzellan im 13. Bezirk, 1130 Wien

Porzellan aus Hietzing: Schönbrunn, Villen und Wiener Werkstätte

Rokoko und Chinoiserie in Schönbrunn, Josef Hoffmanns Villa Skywa-Primavesi, großbürgerliche Tafelkultur in den Villen – Porzellanankauf im 13. Bezirk.

Hietzinger Villen werden oft über mehrere Generationen von einer Familie bewohnt und dann als Ganzes aufgelöst: Speisezimmer mit Service für zwölf oder vierundzwanzig Personen, Vitrinen mit Figuren, Kaffeeservice auf der Gartenterrasse, Kisten im Keller. In den Sommerhäusern von Hofbeamten in Alt-Hietzing reichen die Bestände ins Biedermeier und darüber hinaus. In den Villen der Jahrhundertwende kommen Arbeiten der Wiener Moderne dazu, gekauft von Bauherren der Villen von Hoffmann und Loos.

Johann Christian Wilhelm Beyer, vor seiner Wiener Zeit Modelleur der Porzellanmanufaktur Ludwigsburg, schuf ab 1773 die Statuen des Schönbrunner Schlossparks und wohnte ab 1778 in Hietzing. Schönbrunn selbst zeigt Rokoko-Interieurs, das Vieux-Laque-Zimmer und den Blauen Chinesischen Salon mit bemalten Papiertapeten der Qing-Zeit – die Chinoiserie, die auch Wiener Porzellan des 18. Jahrhunderts prägte. Die Villa Skywa-Primavesi entstand 1913–1915 nach Josef Hoffmanns Plänen; Koloman Moser liegt auf dem Hietzinger Friedhof begraben.

Vitrinen und Speisezimmer einer Villa in Lainz oder Speising zählen wir vollständig durch, Kisten im Keller und Gartenhaus öffnen wir gemeinsam. Stücke der Wiener Werkstätte und alles, was aus enteigneten Haushalten stammen könnte, prüfen wir auf Provenienz, ehe wir einen Betrag nennen. Fotos von Bodenmarken und Vitrinenansichten genügen für die Vorbereitung; die Abholung übernehmen wir auf Wunsch.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Speiseservice und Tafelporzellan – großbürgerliche Villenhaushalte, oft zusammen mit Glas von J. & L. Lobmeyr.
  • Chinoiserien und Rokokofiguren – Bezug zu den Interieurs von Schloss Schönbrunn.
  • Porzellan der Wiener Werkstätte – Villen von Josef Hoffmann und ihre Auftraggeber; Provenienzprüfung.

Mit Bezug zu Hietzing

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 13. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

51

Epochen & Stile

34

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Porzellan

Sind große Speiseservice noch gefragt?

Große Speiseservice des 20. Jahrhunderts haben heute einen kleineren Markt als früher. Gefragt bleiben Service bekannter Manufakturen mit gesuchten Dekoren sowie einzelne Teile zur Ergänzung. Eine Liste mit Anzahl und Art der Teile hilft bei der Einschätzung.

Kaufen Sie auch beschädigtes Porzellan?

Bei seltenen Stücken, alten Manufakturarbeiten und gesuchten Figuren ja, auch mit Schäden oder alten Restaurierungen. Bei Gebrauchsporzellan mindern Chips und Risse den Wert so stark, dass meist nur unbeschädigte Teile in Frage kommen.

Wie lassen sich Hummel-Figuren datieren?

Über die Marke von Goebel am Boden: Die frühe Kronenmarke, die volle Biene im V ab etwa 1950, danach stilisierte Bienen und ab den späten 1970er-Jahren Marken ohne Biene. Frühe Marken sind gesuchter als späte.

Was ist eine Lipizzanerfigur von Augarten?

Die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten fertigt Figuren der Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule in verschiedenen Lektionen, mit und ohne Reiter. Sie tragen den Bindenschild mit Krone und werden handbemalt.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.