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Musikinstrumente im 13. Bezirk, 1130 Wien

Musikinstrumente aus Hietzinger Villen: Flügel, Geigen, Notenarchive

Johann Strauss (Sohn) stand 1844 im Casino Dommayer erstmals am Pult, Alban Berg komponierte in der Trauttmansdorffgasse. Villen des Bezirks bewahren Flügel, Streichinstrumente und Notenautographe.

Bei Hietzinger Verlassenschaften steht oft das ganze Haus zur Auflösung an, mit Musikzimmer, Bibliothek, Dachboden und Gartenhaus. In Villen in Lainz, Speising und um den Hietzinger Platz sind Konzertflügel von Bösendorfer und Steinway zu erwarten, daneben Streichinstrumente für Kammermusik, Harfen und Notenarchive mit Autographen. Ältere Instrumente stammen aus den Sommerhäusern, die Hofbeamte im 18. und 19. Jahrhundert bauten: Tafelklaviere, Hammerflügel mit Wiener Mechanik und Gitarren des Biedermeier.

Alban Berg wohnte ab 1911 in der Trauttmansdorffgasse und komponierte dort bis zu seinem Tod 1935. Nach 1938 wurden zahlreiche Villen enteignet, mit ihren Einrichtungen auch Instrumente und Notenbestände; für Stücke mit Bezug auf diese Jahre klären wir die Herkunft, ehe wir ein Angebot machen. Das Schönbrunner Schlosstheater gehört zum Schlossbezirk; die Villenviertel entstanden ab 1900 mit Stadtbahn und Dampftramway.

Flügel in Villen stehen oft im Erdgeschoß mit Gartenzugang, was den Transport erleichtert; Seriennummer und Fotos vom Gussrahmen helfen bei der Einschätzung. Bei Notenarchiven mit Handschriften sehen wir uns den Bestand vollständig an, bevor etwas getrennt wird. Die Besichtigung ist kostenlos. Elfenbeinbeläge und Schildpattteile prüfen wir nach EU- und Artenschutzrecht. Gezahlt wird bar oder per Überweisung.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Konzert- und Salonflügel von Bösendorfer und Steinway – Musikzimmer der Villen
  • Notenautographe, Briefe und Musikalien – Alban Berg und Musikerfamilien im Bezirk
  • Tafelklaviere und Biedermeier-Gitarren – Sommerhäuser von Hofbeamten und Adel

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

3

Manufakturen & Marken

16

Epochen & Stile

5

Materialien, Techniken & Punzen

8

Fragen zu Musikinstrumente

Meine Geige hat einen Stradivari-Zettel – ist sie wertvoll?

Fast immer handelt es sich um eine Fabrikgeige des 19. oder 20. Jahrhunderts, bei der der Zettel das Vorbild nennt. Auch solche Geigen haben einen Wert, der von Werkstatt, Qualität und Zustand abhängt. Wir beurteilen das Instrument nach Bauweise, nicht nach dem Zettel.

Kaufen Sie alte Klaviere?

Ja, Hammerflügel, Tafelklaviere und Flügel bekannter Hersteller wie Bösendorfer, Steinway, Bechstein, Blüthner oder Ehrbar. Viele einfache Pianinos aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben dagegen kaum Marktwert. Seriennummer und Fotos der Mechanik helfen bei der Einschätzung.

Was ist mit Klavieren mit Elfenbeintasten?

Klaviaturen mit Elfenbeinbelag fallen unter die EU-Regeln zum Elfenbeinhandel. Für Musikinstrumente gibt es Ausnahmen, die eine behördliche Bescheinigung voraussetzen. Wir klären die Lage bei der Besichtigung mit Ihnen.

Soll ich ein Instrument vor dem Verkauf reparieren lassen?

Nein. Für die Bewertung genügt der jetzige Zustand, und eine Reparatur erfordert Fachkenntnis. Laienhaft geleimte Risse oder neu lackierte Decken mindern den Wert stärker als der ursprüngliche Schaden.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.