Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Porzellan im 4. Bezirk, 1040 Wien

Porzellanservice und Sammeltassen aus Altbauwohnungen der Wieden

Speisezimmer mit Dienstbotenzimmer, Dachbodenabteile voller Kisten: Auf der Wieden lagern Service und Figuren oft verpackt. Ankauf von Porzellan im 4. Bezirk.

Die großen Gründerzeitwohnungen an Argentinierstraße, Prinz-Eugen-Straße und rund um den Rilkeplatz hatten ein eigenes Speisezimmer und oft ein Dienstbotenzimmer; dort wurden Tafel- und Kaffeeservice aufbewahrt, die nur zu Festtagen auf den Tisch kamen. Was nicht mehr gebraucht wurde, wanderte in Kisten auf den Dachboden. Die Biedermeierhäuser in Mühlgasse und Paulanergasse liefern kleinere, ältere Bestände – Tassen mit Goldrand und Blumenmalerei, Figuren der Zeit um 1830, einzelne Teller mit Bindenschild.

Koloman Moser, Jahrgang 1868, verbrachte seine Kindheit im Theresianum, an dem sein Vater arbeitete; später entwarf er als Mitbegründer der Wiener Werkstätte auch Geschirr und Glas, die heute zu den gesuchten Stücken der Wiener Moderne gehören. Im Wien Museum am Karlsplatz stehen in den Biedermeier-Räumen Porzellan und Möbel derselben Jahre beisammen. Die Karlskirche Fischer von Erlachs, 1737 vollendet, stammt aus der Zeit, in der die Manufaktur Du Paquiers ihre ersten Jahrzehnte erlebte.

Kisten vom Dachboden machen wir erst im Beisein der Familie auf; das Zeitungspapier, in das ein Service gewickelt wurde, verrät oft, wann es eingelagert wurde. Ein vollständiges Service ist mehr wert als die Summe einzelner Teile, deshalb bitte nichts vorab aussortieren. Wohnungen auf der Wieden liegen häufig im dritten oder vierten Stock; wir tragen und verpacken selbst und zahlen bar oder per Überweisung.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Tafel- und Kaffeeservice für Festtage – Speisezimmer großbürgerlicher Gründerzeitwohnungen.
  • Biedermeiertassen und Figuren um 1830 – Vorstadthäuser in Mühlgasse und Paulanergasse.
  • Geschirr nach Entwürfen von Koloman Moser – Kindheit im Theresianum, Wiener Werkstätte.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

51

Epochen & Stile

34

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Porzellan

Reicht ein Foto der Marke für eine Bewertung?

Für eine erste Einordnung ist die Marke wichtig, sie sagt aber allein wenig über Qualität und Zustand. Dazu braucht es Fotos der Vorderseite, der Malerei und eventueller Schäden. Die endgültige Bewertung erfolgt bei der Besichtigung.

Wie erkenne ich echtes Alt-Wiener Porzellan?

Echte Stücke tragen den Bindenschild in Unterglasurblau oder eingeprägt, ab 1783 meist zusammen mit einer eingeprägten Jahreszahl. Bis 1800 ist sie zweistellig, danach dreistellig von 800 bis 864. Ein Bindenschild in Aufglasurfarbe spricht für eine spätere Arbeit im Wiener Stil.

Was bedeutet ein Strich durch die Marke?

Ein eingeschliffener Strich durch die Marke kennzeichnet Ware zweiter oder dritter Wahl, etwa bei Meissen, Augarten oder Royal Copenhagen. Solche Stücke wurden mit kleinen Fehlern verkauft und werden niedriger bewertet.

Sind große Speiseservice noch gefragt?

Große Speiseservice des 20. Jahrhunderts haben heute einen kleineren Markt als früher. Gefragt bleiben Service bekannter Manufakturen mit gesuchten Dekoren sowie einzelne Teile zur Ergänzung. Eine Liste mit Anzahl und Art der Teile hilft bei der Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.