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Dosen, Miniaturen & Objets de vertu im 13. Bezirk, 1130 Wien

Golddosen, Miniaturen und Fächer aus Hietzinger Villen

Martin van Meytens malte den Hochzeitszyklus Josephs II. für Schönbrunn und begann als Emailmaler. Hietzinger Vitrinen spiegeln den Hof: Golddosen, Emailminiaturen, Lack und Fächer.

Die Nähe zum Hof zog im 18. Jahrhundert Beamte und Adelige nach Hietzing, die sich Sommerhäuser bauten, um 1900 entstanden die Villenviertel um Gloriettegasse und Wenzgasse. Etliche dieser Häuser haben nie die Familie gewechselt, und mit ihnen blieben Vitrinen voller Kleinkunst: Tabatièren mit Porträtminiatur, Emailarbeiten, Fächer aus Perlmutt und Elfenbein, Wiener Silberdosen, Arbeiten der Wiener Werkstätte aus den Villen von Hoffmann und Frank. Gartenhäuser und Dachböden bergen manchmal eingepackte Sammlungen.

Martin van Meytens, Hofmaler Maria Theresias, malte 1760 den Zyklus zur Hochzeit Josephs II. für Schönbrunn und hatte als Miniatur- und Emailmaler begonnen. Im Schloss zeigen das Vieux-Laque-Zimmer mit Lackpaneelen und der Blaue Chinesische Salon, wie der Hof Ostasien sammelte. Napoleon nahm 1805 und 1809 in Schönbrunn Quartier, Empire-Dosen mit seinem Bildnis sind verbreitet. In der Pfarrkirche Maria Hietzing stammen Altarraum und Chorgestühl von Matthias Steinl, der auch in Elfenbein schnitzte.

Nach 1938 wurden viele Villen ihren jüdischen Besitzern entzogen; wechselte ein Stück in diesen Jahren den Besitzer, klären wir seine Geschichte vor dem Angebot. Fächer aus Elfenbein oder Schildpatt brauchen Nachweise nach Artenschutzrecht. Für Villen mit Gartenhaus und Dachboden planen wir einen längeren Termin und packen jedes Stück einzeln. Edelmetall vergüten wir nie unter dem Tageswert.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Tabatièren mit Porträtminiatur und Emailarbeiten – Villen und Sommerhäuser nahe Schönbrunn.
  • Empire-Dosen mit Napoleon-Bildnis – Napoleons Quartier in Schönbrunn 1805 und 1809.
  • Lackarbeiten und Chinoiserien – Vorbild Vieux-Laque-Zimmer und Blauer Chinesischer Salon.
  • Silberdosen der Wiener Werkstätte – Villen von Josef Hoffmann im Bezirk; Provenienz wird geprüft.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Fragen zu Dosen, Miniaturen & Objets de vertu

Woran erkenne ich eine gedruckte Miniatur?

Unter einer Lupe zeigt ein Druck ein gleichmäßiges Punktraster, eine gemalte Miniatur dagegen Pinselstriche und Punktierung in unterschiedlicher Dichte. Gedruckte Stücke sitzen oft hinter gewölbtem Glas in Messingrahmen mit Fadenkranz.

Haben Wiener Ballspenden einen Wert?

Ja, besonders Damenspenden aus der Zeit um 1900 mit Entwürfen der Wiener Werkstätte oder bekannter Firmen. Vollständige Spenden mit Tanzordnung, Bleistift und Etui sind gefragter als lose Einbände. Sammlungen mehrerer Jahrgänge bewerten wir gemeinsam.

Ist mein Fabergé-Stück echt?

Fabergé gehört zu den meistgefälschten Namen. Echtheit zeigen Punzen, Arbeitsmeister, Qualität von Email und Steinschnitt und eine nachvollziehbare Herkunft. Wir prüfen das am Objekt und sagen Ihnen offen, wenn ein Stück eine spätere Nachahmung ist.

Kaufen Sie Dosen und Fächer aus Schildpatt?

Nur mit artenschutzrechtlichen Nachweisen, da die Karettschildkröte in CITES-Anhang I steht. Vieles, was nach Schildpatt aussieht, ist Horn oder Celluloid; das prüfen wir vorab.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.