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Gemälde des 19. Jahrhunderts im 13. Bezirk, 1130 Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts aus Villen in Hietzing

Biedermeier aus Sommerhäusern der Hofbeamten, Salonbilder aus Villen der Gloriettegasse, Makartstil wie in der Hermesvilla – mit Provenienzprüfung.

Die Nähe zur Sommerresidenz Schönbrunn ließ Hofbeamte und Adlige schon im 18. Jahrhundert Sommerhäuser in Alt-Hietzing errichten; im Biedermeier wurde der Ort zum Ausflugsziel, 1844 debütierte Johann Strauss (Sohn) im Casino Dommayer. Aus dieser Schicht stammen Bildnisse, Landschaften und Sommerhausmobiliar. Ab 1900 entstanden mit Stadtbahn und Dampftramway die Villenviertel in der Gloriettegasse, der Wenzgasse und rund um Ober St. Veit. Nicht selten wechselte ein Haus über Generationen nie den Familiennamen; eine Verlassenschaft erfasst dann alle Räume samt Gemälden mehrerer Epochen.

Für die Hermesvilla, die Carl von Hasenauer 1882–1886 im Lainzer Tiergarten für Kaiserin Elisabeth errichtete, lieferte Hans Makart Entwürfe zur Ausstattung; ihre Interieurs zeigen den Makartstil, den bürgerliche Wohnungen nachahmten. Schönbrunn bildet den zweiten Bezugspunkt: Bildnisse von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth gehören als Originale, Kopien und Nachfolgearbeiten zu den typischen Funden im Bezirk. Ein Vergleich mit den Hofporträts im Schloss hilft, Atelierwiederholungen von späteren Kopien zu trennen.

Eine Villa in Ober St. Veit oder Lainz wird meist im Ganzen aufgelöst; Dachboden, Keller, Gartenhaus und Garage gehören zur Besichtigung, weil abgehängte Bilder oft dort landen. Stammt ein Werk aus einem Haus, dessen Eigentümer nach dem März 1938 enteignet oder vertrieben wurden, prüfen wir die Provenienz. Fotos vorab erleichtern die Planung; die Besichtigung ist kostenlos, die Abholung übernehmen wir auf Wunsch.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Biedermeier-Bildnisse und Landschaften – Sommerhäuser von Hofbeamten und Adel in Alt-Hietzing.
  • Habsburgerbildnisse und Schönbrunn-Ansichten – Nachbarschaft zum Hof; Originale werden von Kopien unterschieden.
  • Salonbilder des Historismus im Makartstil – Villen um 1900 und Vorbild Hermesvilla.

Mit Bezug zu Hietzing

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 13. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Kaufen Sie auch Bilder unbekannter Maler?

Ja, wenn Motiv, Qualität und Erhaltung stimmen. Viele Akademieabsolventen des 19. Jahrhunderts malten Landschaften und Bildnisse auf gutem Niveau, die heute als Wandbilder gesucht sind.

Lohnt sich eine Restaurierung vor dem Verkauf?

In der Regel nicht. Die Kosten schlagen sich selten vollständig im Ergebnis nieder, und eine ungeeignete Reinigung kann Lasuren beschädigen. Bewertet wird das Bild im vorhandenen Zustand.

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Sind Ölstudien auf Karton weniger wert als Leinwandbilder?

Nicht zwingend. Freilichtstudien von Schindler, Pettenkofen oder Alt zeigen die Handschrift unmittelbar und werden eigens gesammelt. Entscheidend sind Motiv und Ausführung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.