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Ansichtskarten & Ephemera im 13. Bezirk, 1130 Wien

Ansichtskarten aus Hietzing: Hofpavillon, Schönbrunn, Werkbundsiedlung

Otto Wagners Hofpavillon, Schönbrunn und die Werkbundsiedlung von 1932: Hietzinger Villen bewahren Karten, Ballspenden und Drucksachen der Wiener Moderne.

Ganze Häuser mit Schreibtischen, Bibliotheken und Dachböden stehen bei Hietzinger Verlassenschaften zur Auflösung an. In Villen um die Gloriettegasse und in Ober St. Veit finden sich Postkarten der Wiener Werkstätte, Ballspenden und Damenspenden, Einladungen, Visitkarten und Glückwunschkarten großbürgerlicher Familien. Hinzu kommen Andenken an Schönbrunn und das Kaiserhaus: Porträtkarten, Huldigungskarten und Fotos. Karten vom Hietzinger Platz, vom Hofpavillon und vom Lainzer Tiergarten zeigen den Bezirk um 1900, als Stadtbahn und Dampftramway die Villenviertel erschlossen.

Als private Stadtbahnstation des Kaisers entstand 1899 Otto Wagners Hofpavillon. Die Siedlung Hermeswiese in der Lynkeusgasse plante Karl Ehn 1923/24, die Villa Skywa-Primavesi Josef Hoffmann; die Familie Primavesi förderte die Wiener Werkstätte, deren Postkarten ab 1907 erschienen. Katalog und Plakat der Werkbundsiedlung von 1932, die Josef Frank leitete, sind gesuchte Drucksachen der Zwischenkriegsmoderne. Klimts letztes Atelier in der Feldmühlgasse ist heute als Klimt-Villa zugänglich.

Bei Villen mit Schreibtisch, Bibliothek und Dachboden sichten wir das Papier vor Ort, bevor etwas entsorgt wird; die kostenlose Besichtigung dauert dann länger, lohnt aber. Fotografieren Sie vorab Alben, Mappen und Kartons. Was mit den Jahren 1938 bis 1945 zusammenhängt, dokumentieren wir genau. Für die spätere Räumung des Hauses steht die Schwesterseite entruempelung-danube.at zur Verfügung. Wir zahlen bar oder per Überweisung.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Postkarten der Wiener Werkstätte und Ballspenden – großbürgerliche Villenhaushalte
  • Andenken an Schönbrunn und das Kaiserhaus – Porträt- und Huldigungskarten, Fotografien
  • Katalog, Plakat und Drucksachen der Werkbundsiedlung 1932 – Ausstellung unter Josef Frank im Bezirk

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

27

Manufakturen & Marken

12

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

6

Fragen zu Ansichtskarten & Ephemera

Soll ich Briefmarken von den Karten ablösen?

Nein. Marke und Stempel gehören zur Karte und können ihren Wert erhöhen. Abgelöste Marken haben meist geringen Wert, die Karte verliert dagegen.

Kaufen Sie auch ganze Postkartenalben?

Ja. Lassen Sie die Karten im Album, damit Reihenfolge und Zusammenhang erhalten bleiben. Wir sichten das Album vollständig und machen ein Angebot für den ganzen Bestand.

Woran erkenne ich eine Karte der Wiener Werkstätte?

Wiener-Werkstätte-Karten tragen auf der Rückseite den Aufdruck der Werkstätte mit Nummer. Die Entwerfer sind oft mit Monogramm im Bild vermerkt. Nachdrucke unterscheiden sich durch Papier und Druckart.

Was sind Ballspenden?

Damenspenden oder Ballspenden sind kleine Geschenke, die Damen bei Wiener Bällen erhielten, oft mit Tanzordnung und gestaltet von Künstlern oder Kunsthandwerkern. Sie sind ein eigenes Sammelgebiet der Wiener Ballkultur.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.