Zopfstil im 13. Bezirk, 1130 Wien
Zopfstil im Schönbrunner Schlosspark: Hohenbergs Gloriette
Gloriette, Römische Ruine und Obelisk von Hohenberg zeigen in Hietzing den Übergang vom Rokoko zum Klassizismus – Vorbild für Möbel mit Perlstab und Festons.
Im Schönbrunner Schlosspark setzte Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg ab 1775 die Gloriette auf die Anhöhe, dazu die Römische Ruine und den Obelisken. Die Bauten antworten auf die Antikenbegeisterung, die die Ausgrabungen in Herculaneum und Pompeji und die Schriften Winckelmanns ausgelöst hatten: Statt Muschelwerk tragen sie Säulen, Trophäen und Inschriften. Hietzing erlebte so in seinem Schlosspark den Übergang vom Rokoko zum Klassizismus, in den Jahren der Mitregentschaft Josephs II.
Zopfstil-Möbel erkennt man an geraden, oft kannelierten und sich verjüngenden Beinen, an Perlstab, Festons und Vasenmotiven; die geschwungene Rokokoform ist verschwunden. Aus Hietzinger Sommerhäusern kommen Kommoden, Sessel, Spiegel und Uhren dieser Jahrzehnte, dazu Porzellan mit Bindenschild und Silber mit Wiener Beschau. Weil der Stil im Historismus als „Louis-seize“ wiederkehrte, prüfen wir Konstruktion und Bearbeitungsspuren, um Originale von Stilmöbeln um 1900 zu trennen.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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