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Manufaktur: Porzellan

Ludwigsburg

Ludwigsburg (Württemberg), 1758–1824, Neugründung 1948

Herzoglich württembergische Manufaktur 1758–1824; Rokokofiguren, Venezianische Messe und die Marke mit verschlungenen C unter der Krone.

Herzog Carl Eugen von Württemberg gründete 1758 in Ludwigsburg eine Porzellanmanufaktur und holte den erfahrenen Arkanisten Joseph Jakob Ringler als Leiter. Die Manufaktur diente vor allem der Repräsentation des Hofes und arbeitete mit hohen Kosten. Nach dem Tod des Herzogs 1793 ging die Produktion zurück; 1824 wurde der Betrieb geschlossen. 1948 entstand im Ludwigsburger Schloss eine neue Manufaktur, die alte Modelle wieder ausformte und eigene Entwürfe hinzufügte.

Bekannt sind die Figuren der Rokokozeit: Johann Christian Wilhelm Beyer modellierte Musiker, Tänzer und Handwerker mit schlanken Proportionen, Johann Jakob Louis und Pierre François Lejeune schufen Tiergruppen und mythologische Szenen. Die Venezianische Messe, eine Folge kleiner Figuren mit Marktbuden und Händlern, gilt als typische Ludwigsburger Schöpfung. Geschirr mit Reliefmustern, Blumen- und Vogelmalerei sowie Tabatièren ergänzen das Bild der Manufaktur. Ein Teil der Figuren diente als Tafelschmuck.

Die Marke besteht aus zwei verschlungenen C unter einer Herzogskrone in Unterglasurblau, abgeleitet vom Namen Carl. Unter König Friedrich folgte ab 1806 das Monogramm „FR“, unter König Wilhelm ab 1816 „WR“, jeweils mit Krone. Auch die Neugründung von 1948 verwendete eine Variante der C-Marke. Masse, Glasur, Farbfassung und Ausformung unterscheiden die Originale des 18. Jahrhunderts von späteren Abformungen und Nachahmungen.

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