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Klassische Moderne im 13. Bezirk, 1130 Wien

Klimt, Schiele und die Villen der Klassischen Moderne in Hietzing

Klimt arbeitete zuletzt in der Feldmühlgasse 11, Schiele in der Hietzinger Hauptstraße 101. Beide sind in Hietzing begraben, im Bezirk ihrer Sammler und Auftraggeber.

Ganze Häuser mit Dachboden, Keller, Gartenhaus und Garage stehen bei Hietzinger Verlassenschaften an. In den Villengegenden von Ober St. Veit, an der Wenzgasse und an der Gloriettegasse wohnten ab 1900 Industrielle und Bildungsbürger, für die Klimt, Schiele, Loos, Hoffmann und Frank arbeiteten. Gemälde, Zeichnungen und Grafik der Moderne hängen hier oft seit Generationen. Nach 1938 wurden zahlreiche Villen enteignet und Sammlungen zerstreut; jedes Werk mit Bezug zu dieser Zeit durchläuft daher eine eigene Herkunftsprüfung.

Gustav Klimt bezog 1911/12 sein letztes Atelier in der Feldmühlgasse 11, die heutige Klimt-Villa; er liegt am Hietzinger Friedhof, wie auch Carry Hauser. Egon Schiele arbeitete von 1912 bis 1918 in der Hietzinger Hauptstraße 101 und ist am Friedhof Ober St. Veit begraben. Adolf Loos baute Haus Steiner und Haus Scheu, Josef Hoffmann die Villa Skywa-Primavesi. Für Arbeiten Schieles ist das Werkverzeichnis von Jane Kallir der erste Prüfstein, für Klimt-Zeichnungen jenes von Alice Strobl.

Viele Hietzinger Villen haben Gartenzufahrten, über die wir große Leinwände ohne Umweg durchs Stiegenhaus tragen. Vor dem kostenlosen Termin helfen Fotos aller Räume mit Bildern, dazu Rückseiten und vorhandene Rechnungen oder Rückstellungsunterlagen. Soll ein Haus erst nach dem Ankauf geräumt werden, kann das unsere Schwesterseite entruempelung-danube.at übernehmen. Ist die Herkunft geklärt, zahlen wir in bar oder überweisen.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Gemälde und Zeichnungen der Wiener Moderne – Sammlerhaushalte in den Villen um Gloriettegasse und Wenzgasse; Provenienz wird vor dem Ankauf geprüft
  • Bildnisse aus den Auftraggeberkreisen von Hoffmann, Loos und Frank – Villen wie Skywa-Primavesi, Steiner und Beer
  • Druckgrafik und Mappenwerke der Moderne – Bibliotheken von Wissenschaftlern und Kunstsammlern im Bezirk

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Kaufen Sie auch Werke, die im Exil entstanden sind?

Ja. Arbeiten von Josef Floch, Gerhart Frankl, Marie-Louise von Motesiczky oder Georg Ehrlich, die nach 1938 in London, Paris oder New York entstanden, gehören zur österreichischen Moderne. Ausschlaggebend sind Qualität und Zustand, nicht der Entstehungsort.

Wie wichtig ist die Rückseite eines Gemäldes?

Sehr wichtig. Galerieetiketten, Ausstellungsnummern, Rahmenmacherstempel und Beschriftungen erzählen die Geschichte eines Werks und sind für die Provenienzprüfung unverzichtbar. Entfernen Sie nichts und fotografieren Sie alles.

Ist eine Lithografie von Kokoschka auch Klassische Moderne?

Ja, Druckgrafik gehört zum Werk, wird aber anders bewertet als Unikate. Bleistiftsignatur, Auflagenhöhe und Druckqualität bestimmen den Wert; Einzelheiten stehen auf der Seite zur Grafik.

Ich habe eine Zeichnung, die Schiele zugeschrieben wird – wie gehen Sie vor?

Zuerst werden Fotos von Vorder- und Rückseite, Signatur und Papier geprüft. Erscheint eine Zuschreibung möglich, wird das Blatt mit dem Werkverzeichnis des Kallir Research Institute verglichen, das für Schiele maßgeblich ist. Ohne dessen Bestätigung ist ein Verkauf im internationalen Markt kaum möglich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.