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Antiquitäten Wien

Porzellan im 3. Bezirk, 1030 Wien

Porzellan von der Landstraße: Biedermeier, Meissen und Herend

Biedermeiertassen aus der Ungargasse, Service aus Botschaftswohnungen am Rennweg, Geschenkporzellan europäischer Manufakturen – Porzellanankauf im 3. Bezirk.

Zwischen Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße stehen Bürgerhäuser des Biedermeier, in denen Sammeltassen mit Ansichten, Monogrammen und Blumenmalerei über Generationen in Kredenzvitrinen standen. Im Botschaftsviertel und im Fasanviertel sind die Wohnungen größer und die Service vollständiger. Weil Diplomaten und Mitarbeiter internationaler Organisationen ihre Haushalte nach einigen Jahren wieder auflösen, tauchen hier auch Meissen, Herend, Royal Copenhagen oder Limoges auf, mitgebracht von früheren Posten oder als Gastgeschenk erhalten.

Für das Wiener Barock, aus dem die frühen Figuren der Manufaktur stammen, bieten Oberes und Unteres Belvedere Johann Lukas von Hildebrandts den Rahmen, für den Klassizismus das Palais Rasumofsky von Louis Montoyer (1806/07), dessen Bauherr ein großer Förderer Beethovens war. Das Belvedere zeigt neben der Malerei auch die Bildwelt, die Porzellanmaler des Biedermeier kopierten: Bildnisse und Genreszenen nach Malern wie Ferdinand Georg Waldmüller und Peter Fendi können auf Tassen und Bildplatten wiederkehren.

Steht ein Umzug ins Ausland bevor, legen wir die Besichtigung vor den Packtermin der Spedition, damit kein Service in Kisten verschwindet, bevor es bewertet ist. Fotos von Bodenmarken und einer Übersicht pro Vitrine genügen vorab. Ostasiatisches Porzellan bewerten wir ebenfalls, ordnen es aber der Sparte Asiatika zu. In den Zinshäusern von Erdberg sind die Bestände kleiner, die Stiegen oft schmal.

Was in Landstraße häufig auftaucht

  • Biedermeiertassen mit Ansichten und Monogrammen – Bürgerhäuser in Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße.
  • Meissen, Herend und Royal Copenhagen – Haushalte mit Auslandsbezug im Botschaftsviertel.
  • Bildplatten und Tassen nach Gemälden des Biedermeier – Vorbilder im Belvedere.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

51

Epochen & Stile

34

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Porzellan

Wie lassen sich Hummel-Figuren datieren?

Über die Marke von Goebel am Boden: Die frühe Kronenmarke, die volle Biene im V ab etwa 1950, danach stilisierte Bienen und ab den späten 1970er-Jahren Marken ohne Biene. Frühe Marken sind gesuchter als späte.

Was ist eine Lipizzanerfigur von Augarten?

Die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten fertigt Figuren der Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule in verschiedenen Lektionen, mit und ohne Reiter. Sie tragen den Bindenschild mit Krone und werden handbemalt.

Reicht ein Foto der Marke für eine Bewertung?

Für eine erste Einordnung ist die Marke wichtig, sie sagt aber allein wenig über Qualität und Zustand. Dazu braucht es Fotos der Vorderseite, der Malerei und eventueller Schäden. Die endgültige Bewertung erfolgt bei der Besichtigung.

Wie erkenne ich echtes Alt-Wiener Porzellan?

Echte Stücke tragen den Bindenschild in Unterglasurblau oder eingeprägt, ab 1783 meist zusammen mit einer eingeprägten Jahreszahl. Bis 1800 ist sie zweistellig, danach dreistellig von 800 bis 864. Ein Bindenschild in Aufglasurfarbe spricht für eine spätere Arbeit im Wiener Stil.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.