Adolf Loos im 13. Bezirk, 1130 Wien
Adolf Loos in Hietzing: fünf Häuser von Steiner bis Werkbundsiedlung
Haus Steiner, Scheu, Strasser, Rufer und die Werkbundsiedlung: In Hietzing lässt sich der Weg von Adolf Loos zum Raumplan an fünf Bauten ablesen.
Fünf Stationen in einem Bezirk: Adolf Loos baute in Hietzing 1910 das Haus Steiner, 1912/13 das Haus Scheu, 1918/19 das Haus Strasser, 1922 das Haus Rufer und 1932 Häuser für die Werkbundsiedlung. Die Reihe zeigt, wie er vom glatten Baukörper zum Raumplan mit versetzten Ebenen kam; Haus Rufer gilt als eines der frühen Beispiele dafür. Seine Bauherren stammten aus Industrie und Bildungsbürgertum, die nach 1900 die Villenviertel zwischen Ober St. Veit und dem Hietzinger Ortskern prägten.
Möbel und Einbauten aus Loos-Häusern sind selten frei auf dem Markt; meist kommen sie bei Verlassenschaften zusammen mit Plänen, Briefen oder Fotos der Bauherren ans Licht. Dazu gehören Kästen, Tische, Sitzbänke und Beleuchtung. Bei Hausauflösungen achten wir auf eingebaute Teile, die nicht ohne Weiteres entfernt werden dürfen, wenn das Haus unter Denkmalschutz steht. Fotos der Räume vor der Räumung helfen, Zusammenhänge zu belegen.
Adolf Loos in anderen Bezirken
Innere Stadt
Café Museum (1899), American Bar im Kärntner Durchgang (1908), Haus am Michaelerplatz (1909–1911), Herrenmodesalon Knize am Graben 13 (1910–1913).
Währing
Haus Moller in der Starkfriedgasse 19 (1927/28).
Hernals
Siedlung Heuberg (ab 1921) aus seiner Zeit als Chefarchitekt des Siedlungsamts.
Simmering
Liegt auf dem Zentralfriedhof unter einem Grabstein nach eigenem Entwurf.
Brigittenau
Plante einen Bauteil des Otto-Haas-Hofs.
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