Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Teppiche im 4. Bezirk, 1040 Wien

Teppiche und Makartstil auf der Wieden

Orientteppiche als Inbegriff bürgerlicher Raumkunst – diese Mode machte Hans Makart in seinem Wiedner Atelier populär. Auf der Wieden liegen sie bis heute unter Stuckdecken.

Wohnungen mit Dienstbotenzimmer, Parkett und Stuckdecken an Argentinierstraße, Prinz-Eugen-Straße und Schwindgasse messen oft weit über hundert Quadratmeter. Hier liegen Salonteppiche aus Täbris und Kaschan, im Speisezimmer ein Saalformat, im langen Gang eine Galerie. Gerollte Brücken und abgelegte Läufer wandern ins Dienstbotenzimmer oder ins Dachbodenabteil, wo Motten ungestört arbeiten. In Biedermeierhäusern der Mühlgasse und Paulanergasse sind die Räume niedriger; dort passen eher Kleinformate, Pushti und Kaukasier mit kräftigen Farben.

Hans Makart unterhielt in der Gußhausstraße ein Atelier, das mit Teppichen, Waffen und Stoffen dekoriert war und im späten 19. Jahrhundert eine ganze Generation zur Nachahmung brachte: Wer es sich leisten konnte, legte Perser über Perser und hängte Kelims als Portieren auf. Am Karlsplatz bewahrt das Wien Museum, ein Bau Oswald Haerdtls von 1954–1959, Zeugnisse der Wiener Wohnkultur dieser Zeit. Studierende der Technischen Universität und Botschaftspersonal sorgen für wechselnde Mieterschaft, Familien mit langer Wohndauer für gewachsene Bestände.

Bevor Sie Teppiche am Flohmarkt an der Kettenbrückengasse anbieten, sehen wir sie kostenlos an. Rollen aus dem Dienstbotenzimmer prüfen wir auf Mottenfraß an der Rückseite und an den Kanten. Für Bewertung, schonende Wäsche oder die Restaurierung abgetretener Stellen ist Orientteppich Koppensteiner die Adresse, mit der wir zusammenarbeiten: Währinger Straße 67, 1090 Wien. Größere Bestände holen wir nach dem Angebot ab; der Betrag kommt in bar oder aufs Konto.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Saalformate und Salonteppiche – großbürgerliche Wohnungen der Gründerzeit mit Speisezimmer und Salon
  • Kelims und Wandbehänge als Portieren – Raumdekoration im Makartstil
  • Galerien für lange Gänge – Altbauwohnungen mit Dienstbotentrakt
  • Kleinformate und Kaukasier – niedrige Räume der Biedermeierhäuser in Mühlgasse und Paulanergasse

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?

Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.

Nehmen Sie auch sehr große Teppiche?

Ja. Saalformate über drei mal vier Meter besichtigen wir vor Ort und übernehmen nach dem Ankauf den Abtransport. Der Markt für sehr große Formate ist kleiner, was sich in der Bewertung niederschlägt.

Wie alt muss ein Teppich sein, um als antik zu gelten?

Im Handel gelten Teppiche ab etwa 80 bis 100 Jahren als antik, Stücke zwischen etwa 50 und 80 Jahren als semi-antik. Das Alter allein bestimmt den Wert aber nicht; Herkunft, Qualität und Zustand wiegen ebenso schwer.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.