Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Teppiche im 10. Bezirk, 1100 Wien

Teppiche aus Favoriten: Ginzkey, Bettumrandung und Perserbrücke

Familien aus Böhmen kannten die Teppiche aus Maffersdorf, Gemeindewohnungen bekamen Bettumrandungen und Läufer. Favoriten bewahrt die Teppiche des Wiener Alltags.

Wo Gemeindewohnungen in der Familie weitergegeben werden, liegt der Teppich der Großeltern oft noch im Vorzimmer: ein Läufer, eine Bettumrandung im Dreiersatz, eine Perserbrücke aus den 1960er-Jahren. Im Norden um Viktor-Adler-Markt und Reumannplatz stehen Arbeiterzinshäuser mit kleinen Räumen, im Süden Siedlungshäuser und Kleingärten bis Oberlaa. In Siedlungshäusern liegen auf Dachböden und in Kellern gerollte Teppiche, die beim Umbau herausgenommen wurden. Eine jüngere Schicht bringen die Wohnungen im Sonnwendviertel: Kelims, Gabbeh, maschinengewebte Teppiche.

Aus Böhmen kamen die Arbeitskräfte der Ziegelwerke am Wienerberg und der Bahnwerkstätten, von dort kamen aber auch Teppiche: Die Fabrik Ginzkey in Maffersdorf lieferte handgeknüpfte und maschinengewebte Teppiche in die ganze Monarchie, auch nach Wien. Nach 1945 entstand die Per-Albin-Hansson-Siedlung; ihre Erstbezieher legten meist Fabrikware auf die neuen Böden. Das Amalienbad am Reumannplatz zeigt mit seinem Fliesendekor die Ornamentfreude der 1920er-Jahre, die auch Teppichmuster dieser Zeit kennzeichnet.

Teppiche aus Kleingartenhütten und Siedlungskellern prüfen wir auf Mäuse- und Mottenschäden, bevor wir ein Angebot nennen; Fotos der Rückseite zeigen uns, ob es sich um Handknüpfung oder Maschinenware handelt. Bettumrandungen werden im Satz bewertet. Waschen, restaurieren oder fachlich einschätzen lassen können Sie Orientteppiche bei Orientteppich Koppensteiner, dessen Adresse lautet: Währinger Straße 67, 1090 Wien. Wir holen in allen Teilen des Bezirks ab, von Inzersdorf bis Rothneusiedl.

Was in Favoriten häufig auftaucht

  • Teppiche von Ginzkey aus Maffersdorf – Familien mit böhmischer und mährischer Herkunft
  • Bettumrandungen im Dreiersatz und Läufer – Gemeindewohnungen, die in der Familie weitergegeben wurden
  • Perserbrücken der 1960er-Jahre – Erstausstattung in Gemeindebauten und Per-Albin-Hansson-Siedlung

Mit Bezug zu Favoriten

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 10. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 10. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Soll ich meinen Teppich vor dem Verkauf reinigen lassen?

Nein. Eine falsche Reinigung kann Farben ausbluten lassen und Fasern schädigen. Zeigen Sie uns den Teppich so, wie er ist; wenn eine Reinigung sinnvoll ist, erfolgt sie fachgerecht bei Orientteppich Koppensteiner.

Woran erkenne ich, ob mein Teppich handgeknüpft ist?

Drehen Sie eine Ecke um. Bei einem handgeknüpften Teppich ist das Muster auf der Rückseite gut sichtbar und leicht unregelmäßig, die Fransen sind Teil der Kette. Eine glatte Rückseite mit Latex oder Stoff und angenähte Fransen sprechen für Maschinenware.

Kaufen Sie auch beschädigte Teppiche?

Ja, wenn die Substanz es rechtfertigt. Bei antiken und gesuchten Stücken lohnt eine Reparatur durch einen Fachbetrieb wie Koppensteiner; bei einfachen, stark abgetretenen Teppichen ist das oft nicht der Fall.

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.