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Antiquitäten Wien

Teppiche im 19. Bezirk, 1190 Wien

Teppiche aus Döblinger Villen: Hohe Warte, Grinzing, Cobenzl

Die Zacherlfabrik in Moscheeform zeigt die Orientmode der 1890er-Jahre, die Villen der Hohen Warte die Textilien der Wiener Werkstätte. Döbling hat beides auf dem Boden.

Ganze Häuser mit Einrichtungen mehrerer Epochen, Weinkeller und Gartenmobiliar: Döblinger Verlassenschaften sind selten klein. In den Villen der Hohen Warte und am Cobenzl liegen Saalformate und Salonteppiche, in Grinzing und Nussdorf in Weinbauernhöfen bäuerliche Webarbeiten und Kelims, in den Gründerzeitwohnungen Ober- und Unterdöblings Brücken und Läufer, im Karl-Marx-Hof Teppiche der Zwischen- und Nachkriegszeit. Viele Villen sind seit Generationen in einer Familie, die Teppiche entsprechend vielfältig.

Wie eine Moschee sieht die Zacherlfabrik in der Nußwaldgasse aus, ein Bau Hugo von Wiedenfelds und ein Beispiel für den Orientalismus um 1890. Josef Hoffmann baute ab 1900 die Villenkolonie Hohe Warte, die Wiener Werkstätte stattete die Häuser für Spitzer, Henneberg, Moser und Moll mit Möbeln, Metall und Textilien aus. Koloman Moser wohnte in der Doppelvilla Moser-Moll. Teppiche nach Entwürfen der Wiener Werkstätte, ausgeführt von Backhausen, sind deshalb in Döbling eher zu erwarten als anderswo.

Ein Besitzerwechsel zwischen 1938 und 1945 bedeutet Provenienzprüfung, bevor wir kaufen. Ein Saalformat aus einem Speisezimmer auf der Hohen Warte rollen wir vor Ort ein. Bewertung, Wäsche und Restaurierung führt auf Wunsch Orientteppich Koppensteiner aus, eine Werkstatt im 9. Bezirk; man findet sie unter Währinger Straße 67, 1090 Wien, und Termine dort koordinieren wir auf Wunsch.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Saalformate und Salonteppiche – Villen der Hohen Warte und am Cobenzl
  • Teppiche und Textilien der Wiener Werkstätte – Häuser der Villenkolonie Hohe Warte
  • Kelims und bäuerliche Webarbeiten – Weinbauernhöfe in Grinzing und Nussdorf
  • Teppiche der Zwischenkriegszeit – Wohnungen im Karl-Marx-Hof

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Nehmen Sie auch sehr große Teppiche?

Ja. Saalformate über drei mal vier Meter besichtigen wir vor Ort und übernehmen nach dem Ankauf den Abtransport. Der Markt für sehr große Formate ist kleiner, was sich in der Bewertung niederschlägt.

Wie alt muss ein Teppich sein, um als antik zu gelten?

Im Handel gelten Teppiche ab etwa 80 bis 100 Jahren als antik, Stücke zwischen etwa 50 und 80 Jahren als semi-antik. Das Alter allein bestimmt den Wert aber nicht; Herkunft, Qualität und Zustand wiegen ebenso schwer.

Soll ich meinen Teppich vor dem Verkauf reinigen lassen?

Nein. Eine falsche Reinigung kann Farben ausbluten lassen und Fasern schädigen. Zeigen Sie uns den Teppich so, wie er ist; wenn eine Reinigung sinnvoll ist, erfolgt sie fachgerecht bei Orientteppich Koppensteiner.

Woran erkenne ich, ob mein Teppich handgeknüpft ist?

Drehen Sie eine Ecke um. Bei einem handgeknüpften Teppich ist das Muster auf der Rückseite gut sichtbar und leicht unregelmäßig, die Fransen sind Teil der Kette. Eine glatte Rückseite mit Latex oder Stoff und angenähte Fransen sprechen für Maschinenware.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.