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Teppiche im 15. Bezirk, 1150 Wien

Teppiche aus Rudolfsheim-Fünfhaus: Altmieter und Kellerabteil

Kleine Gründerzeitwohnungen mit langer Wohndauer, Kellerabteile mit Koffern und Rollen: Zwischen Westbahnhof und Schmelz liegen Brücken, Läufer und Bettumrandungen.

Zimmer und Küche, Bassena am Gang – so wohnten lange viele Menschen zwischen Gürtel und Schmelz, und der Bezirk zählte zu jenen mit den meisten Substandardwohnungen. Teppiche mussten in kleine Räume passen: Brücken, Läufer, Vorleger, ab den 1950er-Jahren Bettumrandungen. Altmieter haben diese Stücke oft über fünfzig Jahre behalten, auch wenn darüber längst ein Spannteppich lag. Bei der Sanierung einzelner Blöcke seit den 1970er-Jahren wurden Wohnungen zusammengelegt, die alten Teppiche kamen in die Kellerabteile.

Den Bezirk prägen Westbahnhof, Stadthalle und die Kuppelkirche Maria vom Siege, weniger eine eigene Textiltradition. Kleinindustrie, Werkstätten und Lager füllten die Gewerbehöfe von Reindorf und Sechshaus. Roland Rainers Stadthalle (1953–1958) markiert jene Jahre, in denen Fabrikteppiche in die Wiener Wohnungen kamen. Den historischen Bezug zur Wiener Teppichproduktion liefert der Nachbarbezirk Mariahilf, wo Philipp Haas 1810 in Gumpendorf seine Weberei gründete; in den Haushalten der Vororte finden sich solche Wiener Fabrikate neben Persern.

In Kellerabteilen gelagerte Teppiche rollen wir mit Ihnen auf und prüfen Rückseite und Kanten; was zerfallen ist, hat keinen Ankaufswert, Handknüpfungen in brauchbarem Zustand sehr wohl. Wäsche, Restaurierung oder eine unabhängige Bewertung übernimmt Orientteppich Koppensteiner am Alsergrund (Währinger Straße 67, 1090 Wien). Den Abtransport aus dem Keller erledigen wir nach dem Angebot.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Brücken und Läufer – kleine Gründerzeitwohnungen mit langer Wohndauer
  • Bettumrandungen und Vorleger der Nachkriegszeit – Altmieterhaushalte und Gemeindebauten
  • Eingelagerte Handknüpfungen – Kellerabteile in sanierten Gründerzeithäusern

Mit Bezug zu Rudolfsheim-Fünfhaus

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 15. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

7

Teppiche nach Herkunft

155

Epochen & Stile

10

Materialien, Techniken & Punzen

2

Fragen zu Teppiche

Woran erkenne ich, ob mein Teppich handgeknüpft ist?

Drehen Sie eine Ecke um. Bei einem handgeknüpften Teppich ist das Muster auf der Rückseite gut sichtbar und leicht unregelmäßig, die Fransen sind Teil der Kette. Eine glatte Rückseite mit Latex oder Stoff und angenähte Fransen sprechen für Maschinenware.

Kaufen Sie auch beschädigte Teppiche?

Ja, wenn die Substanz es rechtfertigt. Bei antiken und gesuchten Stücken lohnt eine Reparatur durch einen Fachbetrieb wie Koppensteiner; bei einfachen, stark abgetretenen Teppichen ist das oft nicht der Fall.

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Läufer?

Brücke nennt man im Handel einen Teppich von etwa 1,2 bis 1,5 Metern Breite und rund 1,8 bis 2,3 Metern Länge. Ein Läufer ist schmal und lang, meist 0,6 bis 1 Meter breit und zwei bis sechs Meter lang.

Ist mein Seidenteppich wirklich aus Seide?

Das prüfen wir bei der Besichtigung. Viele Seidenteppiche bestehen aus Viskose oder merzerisierter Baumwolle. Echte Seide hat eine sehr feine Knüpfung, einen eigenen Glanz und dünne, feste Kettfäden.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.