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Fotografie im 4. Bezirk, 1040 Wien

Fotografie von der Wieden: Angerer, Stauda und die Schleifmühlgasse

In der Theresianumgasse arbeiteten die Brüder Angerer, in der Schleifmühlgasse 5 August Stauda. Heute zeigen Galerien in derselben Gasse Gegenwartsfotografie.

Großzügige Gründerzeitwohnungen an Argentinierstraße, Prinz-Eugen-Straße und Schwindgasse haben oft noch das Dienstbotenzimmer, und genau dort stapeln sich die Kisten: gerahmte Porträts, Fotoalben, Stereokarten samt Betrachter, manchmal Glasplatten eines Amateurfotografen. Wer in einem der niedrigen Vorstadthäuser der Paulanergasse oder Mühlgasse wohnt, ist dort mitunter seit Generationen zu Hause. Kaum ein Wiener Motiv wurde so oft abgelichtet wie Karlskirche und Naschmarkt; entsprechend häufig finden wir Abzüge, Glasdiapositive und Kabinettkarten mit genau diesen Ansichten.

Ludwig und Victor Angerer führten in der Theresianumgasse Atelier und Salon; Abzüge mit ihrem Kartonaufdruck datieren meist in die 1860er- und 1870er-Jahre. Ab 1885 arbeitete August Stauda in der Schleifmühlgasse 5 und fotografierte von dort aus das alte Wien, das um 1900 Neubauten weichen musste. An der Technischen Hochschule am Karlsplatz lehrte Josef Maria Eder Photochemie. Heute ist die Schleifmühlgasse eine Galerienstraße, mit Georg Kargl Fine Arts, der Christine König Galerie und weiteren Räumen; dazu kommt die Kunsthalle am Karlsplatz.

Glasnegative und Diapositive aus Dachbodenabteilen sind schwer und brechen leicht; lassen Sie die Kisten bis zur Besichtigung stehen, wir verpacken vor Ort. Zum Einschätzen reicht vorab ein Handyfoto von zwei, drei Platten, gegen das Fenster gehalten. Bei zeitgenössischen Arbeiten aus Galerien der Schleifmühlgasse helfen Rechnung, Zertifikat und Editionsnummer. Die Abholung aus dem dritten oder vierten Stock übernehmen wir, ausbezahlt wird nach Wunsch in bar oder auf Ihr Konto.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Porträts der Brüder Angerer – Atelier in der Theresianumgasse, Visit- und Kabinettformat mit Kartonaufdruck
  • Aufnahmen des alten Wien – Stauda-Atelier in der Schleifmühlgasse 5 ab 1885
  • Zeitgenössische Fotografie und Editionen – Galerien der Schleifmühlgasse und Kunsthalle Karlsplatz
  • Ansichten von Karlskirche und Naschmarkt – Glasdias, Stereokarten und Abzüge der bekanntesten Bezirksmotive

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

70

Manufakturen & Marken

11

Epochen & Stile

16

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Fotografie

Kaufen Sie auch Glasnegative?

Ja, besonders Bestände von Ateliers, Stadtansichten und Ereignissen. Glasnegative sind zerbrechlich und schwer und werden bei der Abholung in Kisten verpackt. Beschriftete Hüllen und Schachteln sollten erhalten bleiben.

Mein Foto ist mit Bleistift signiert – ist es dadurch wertvoll?

Eine Signatur stützt die Zuschreibung, ersetzt aber nicht die Prüfung von Papier und Abzug. Auch späte Abzüge wurden von Fotografen signiert. Entscheidend sind Fotograf, Motiv, Abzugsalter und Zustand.

Kaufen Sie auch Kameras und Zubehör?

Historische Kameras, Objektive und Laborgeräte gehören zur Sparte Technik und werden dort bewertet. Gemeinsam mit Fotosammlungen werden sie in einem Termin angesehen.

Kann ich ein Fotoalbum zerlegen, um einzelne Bilder zu verkaufen?

Bitte nicht. Ein vollständiges Album mit originaler Reihenfolge und Beschriftung ist in der Regel mehr wert als die Summe seiner Bilder. Lose Seiten und Fehlstellen werden bei der Bewertung dokumentiert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.