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Grammophone, Radios, Kameras & Technik im 4. Bezirk, 1040 Wien

Radios und Rundfunktechnik von der Wieden: Funkhaus und TU

Clemens Holzmeisters Funkhaus in der Argentinierstraße und die Technische Universität am Karlsplatz machen die Wieden zum Bezirk der Rundfunkgeräte und Ingenieurshaushalte.

Ingenieure und Professoren der Technischen Universität bewohnten große Gründerzeitwohnungen um Argentinierstraße und Prinz-Eugen-Straße; ihre Nachlässe enthalten selbst gebaute Detektorempfänger, Messgeräte, Röhrenverstärker und Rechenmaschinen, oft mit Schaltplänen und Notizen. Großbürgerliche Haushalte hatten ein Musikzimmer mit Radio-Phono-Kombination oder Musiktruhe. Im Freihausviertel, wo seit den 1990er-Jahren viele Studierende wohnen, tauchen Kassettendecks, Plattenspieler und frühe Heimcomputer der 1980er-Jahre auf, die oft von der Elterngeneration mitgebracht wurden.

Die RAVAG nahm 1924 den regelmäßigen Rundfunkbetrieb in Österreich auf; Clemens Holzmeister baute ihr 1935 bis 1939 das Funkhaus in der Argentinierstraße, das später Hörfunkprogramme des ORF beherbergte. Detektorempfänger und Kopfhörer der 1920er-Jahre stammen aus der Pionierzeit dieses Rundfunks. Das von Joseph Schemerl von Leytenbach entworfene Hauptgebäude der Technischen Universität am Karlsplatz und das Wien Museum von Oswald Haerdtl (1954–1959) liegen wenige Schritte voneinander entfernt.

Selbstbauten von Ingenieuren und Bastlern bewerten wir genauso aufmerksam wie Industriegeräte; Schaltpläne, Röhrenschachteln und Notizbücher gehören dazu. Bitte schalten Sie Röhrengeräte nicht ein, ein Funktionstest erfolgt erst nach Prüfung. Detektorempfänger sind klein und empfindlich, lassen Sie Kristall und Kopfhörer zusammen. Große Musiktruhen tragen wir durch die breiten Stiegenhäuser der Gründerzeithäuser; nennen Sie uns vorab Stockwerk und Liftgröße.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Detektorempfänger und Kopfhörer der 1920er-Jahre – Pionierzeit der RAVAG, Funkhaus in der Argentinierstraße.
  • Selbst gebaute Radios, Messgeräte und Röhrenverstärker – Ingenieurs- und Professorenhaushalte im Umfeld der Technischen Universität.
  • Radio-Phono-Kombinationen und Musiktruhen – Musikzimmer großbürgerlicher Gründerzeitwohnungen.

Mit Bezug zu Wieden

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 4. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

5

Manufakturen & Marken

23

Epochen & Stile

6

Materialien, Techniken & Punzen

8

Fragen zu Grammophone, Radios, Kameras & Technik

Was ist mit alten Fernsehern und Computern?

Frühe Fernsehgeräte der 1950er-Jahre, Designmodelle der Space-Age-Zeit und frühe Heimcomputer und Spielkonsolen in gutem Zustand sind gefragt. Gewöhnliche Röhrenfernseher späterer Jahrzehnte haben dagegen keinen Sammlerwert.

Wie fotografiere ich eine Kamera für die Einschätzung?

Von vorn mit Objektiv, von oben mit Seriennummer und Bedienelementen, dazu die Gravur am Objektivring und die Rückseite geöffnet. Taschen, Deckel und Zubehör bitte mitfotografieren.

Holen Sie schwere Geräte wie Musiktruhen ab?

Ja, Musiktruhen, Jukeboxen und große Röhrenverstärker holen wir auf Wunsch ab. Den Transport organisieren wir bei der Besichtigung.

Darf ich ein altes Röhrenradio zum Testen einschalten?

Bitte nicht. Kondensatoren altern und können beim Einschalten Netzteil und Transformator zerstören, im schlimmsten Fall entsteht ein Brand. Für die Bewertung brauchen wir das Gerät nicht in Betrieb; der Originalzustand ist wichtiger als die Funktion.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.