Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Tribal Art & außereuropäische Kunst im 4. Bezirk, 1040 Wien

Außereuropäische Kunst von der Wieden: Botschaftsviertel und Salons

Diplomatische Akademie im Theresianum, Botschaften um die Argentinierstraße und Makarts Salonmode: Auf der Wieden liegen Masken, Waffen und Figuren in großen Altbauwohnungen.

Viele der großen Wohnungen zwischen Argentinierstraße und Schwindgasse wurden im späten 19. Jahrhundert nach dem Vorbild von Hans Makarts Atelier in der Gußhausstraße eingerichtet: Waffen, Teppiche und Antiquitäten als Raumschmuck. Zu solchen Wanddekorationen gehörten mitunter auch afrikanische Speere, Schilde und Wurfeisen oder Keulen aus der Südsee. Heute bringen Botschaftspersonal und Mitarbeiter internationaler Einrichtungen Masken, Textilien und Skulpturen aus ihren Dienstorten mit; abgestellt wird, was nicht mehr gebraucht wird, im Dienstbotenzimmer oder im Dachbodenabteil.

Das Theresianum, aus der kaiserlichen Favorita hervorgegangen und 1746 von Maria Theresia den Jesuiten übergeben, beherbergt heute auch die Diplomatische Akademie Wien; mit ihr und den Botschaften um die Argentinierstraße ist der Bezirk seit Jahrzehnten Wohnort international tätiger Familien. Hans Makarts Atelier, in dem Waffen, Stoffe und Fundstücke unterschiedlichster Herkunft zu Arrangements verbunden wurden, machte diese Sammelweise zur Mode des Wiener Bürgertums. Für die Bestimmung solcher Waffen ist das Weltmuseum in der Neuen Burg die nächste Vergleichssammlung.

Speere, Schilde, Wurfeisen und Zeremonialäxte aus alten Wanddekorationen sind Blankwaffen und ohne Weiteres ankaufbar; Schusswaffen, die mitunter danebenhängen, vermitteln wir an befugte Waffenhändler. Lassen Sie Montierungen und Nägel, wie sie sind – Spuren alter Hängung sagen etwas über das Alter. Kostenlos ist die Besichtigung, und Fotos per WhatsApp genügen für den ersten Eindruck.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Speere, Schilde und Wurfeisen aus Salon-Wanddekorationen – Sammelmode nach Makarts Vorbild
  • Masken, Textilien und Skulpturen – Haushalte von Botschaftspersonal um die Argentinierstraße
  • Zeremonialäxte und Prunkwaffen – großbürgerliche Wohnungen der Gründerzeit

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Woran erkenne ich eine getragene afrikanische Maske?

An der Innenseite: Dort zeigen getragene Masken dunkle, glatt geriebene Stellen, Schweißspuren und ausgeweitete Befestigungslöcher. Außen sind Kanten und Nase abgegriffen, die Oberfläche ist unregelmäßig. Fotos von innen sind für die Einschätzung unverzichtbar.

Kaufen Sie Stücke ohne Herkunftsnachweis?

Bei vielen Objekten genügt ein plausibler Nachweis, dass sie seit Langem in Europa sind, etwa Erbunterlagen, alte Familienfotos oder Händleretiketten. Archäologische Funde, Objekte aus Benin und Stücke mit Verdacht auf Raub übernehmen wir ohne lückenlose Provenienz nicht. Im Zweifel klären wir die Lage vor dem Angebot.

Was ist Touristenkunst und hat sie Wert?

So nennt der Handel Stücke, die seit etwa 1950 für Reisende und den Export gefertigt wurden. Die meisten haben geringen Sammlerwert; signierte Makonde-Skulpturen, Tingatinga-Bilder und frühe Andenken der Kolonialzeit finden aber Käufer.

Kaufen Sie Objekte mit Federn, Fell oder Elfenbein?

Nur mit den Nachweisen, die das Artenschutzrecht verlangt. Elfenbein unterliegt seit 2022 besonders strengen EU-Regeln. Wir prüfen Material und Rechtslage bei der Besichtigung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.