In der Habsburgermonarchie arbeiteten Maler aus Ungarn, Galizien, Böhmen und Kroatien, viele studierten in Wien oder München. Mihály Munkácsy wurde mit Genrebildern ungarischer Bauern und großen religiösen Werken in Paris berühmt, Mihály Zichy arbeitete als Hofmaler in Sankt Petersburg und illustrierte Werke der ungarischen Literatur. Jan Matejko malte in Krakau monumentale Szenen der polnischen Geschichte, Józef Brandt in München Reitergefechte und Steppenbilder. August von Pettenkofen fand seine Motive in der ungarischen Tiefebene um Szolnok.
Sammler aus Ungarn und Polen suchen gezielt nach Werken ihrer nationalen Malerei, gut dokumentierte Bilder finden daher internationale Nachfrage. Bewertet werden Zuschreibung, Motiv und Erhaltung; Munkácsys bitumenhaltige Dunkelpartien sind oft stark gerissen. Kopien nach bekannten Kompositionen und Arbeiten von Schülern sind verbreitet. Inschriften in ungarischer oder polnischer Sprache auf der Rückseite liefern Hinweise auf frühere Besitzer, Ausstellungsetiketten aus Budapest oder Krakau ergänzen die Provenienz.
Woran man es erkennt
- Internationale Nachfrage
- Bitumenrisse bei Munkácsy
- Kopien und Schülerarbeiten
- Rückseitige Inschriften
- Ausstellungsetiketten aus Budapest und Krakau
Künstler & Entwerfer
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