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Joseph von Führich im 2. Bezirk, 1020 Wien

Joseph von Führich in der Leopoldstadt: Kreuzweg der Praterstraße

1844–1846 malte Führich die Stationen des Kreuzwegs für die Johann-Nepomuk-Kirche in der Praterstraße, vier Jahre nach seiner Ernennung zum Professor an der Akademie.

Während die Johann-Nepomuk-Kirche in der Praterstraße fertiggestellt wurde, malte Joseph von Führich 1844 bis 1846 ihren Kreuzweg. Die Straße war damals Biedermeier-Vorstadt; einige Häuser dieser Zeit stehen noch, darunter Nr. 54, wo Johann Strauss 1867 „An der schönen blauen Donau“ schrieb. Das Carltheater, 1847 an der Stelle des alten Leopoldstädter Theaters eröffnet, machte die Straße zur Bühnenadresse. Führich, der in Rom bei den Nazarenern um Friedrich Overbeck gearbeitet hatte, übertrug ihre lineare Bildsprache auf die vierzehn Stationen der Passion.

Kreuzwegfolgen nach Führich wurden als Stiche und später als Farbdrucke vervielfältigt und hingen in Kirchen, Klöstern und Wohnungen; in Leopoldstädter Verlassenschaften können sie in Rahmen des 19. Jahrhunderts auftauchen. Unterscheiden lassen sich Kupfer- oder Stahlstich mit Plattenrand, Lithografie und späterer Farbdruck. Eigenhändige Ölskizzen und Zeichnungen sind selten und verlangen eine genaue Prüfung von Papier, Strich und Herkunft. Andachtsbilder und sakrale Grafik nehmen wir gern an; Aufnahmen beider Blattseiten genügen für den Anfang.

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.