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Gemälde des 19. Jahrhunderts im 18. Bezirk, 1180 Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts aus Währing: Cottage und Pötzleinsdorf

Biedermeier-Bildnisse aus Pötzleinsdorfer und Gersthofer Sommerhäusern, Salonbilder aus Cottage-Villen seit den 1870er-Jahren – Ankauf mit Provenienzprüfung im 18. Bezirk.

Wohlhabende Wiener verbrachten im 18. und 19. Jahrhundert die Sommermonate in Pötzleinsdorf und Gersthof, wo biedermeierliche Weinbauernhäuser bis heute stehen. 1872 gründete sich, von Heinrich von Ferstel angeregt, der Cottage-Verein, der Villen mit Gärten nach englischem Muster und strengen Bauauflagen plante. Zwischen Souterrain und Dachboden einer Cottage-Villa haben sich Gemälde, Grafik und Möbel über Jahrzehnte angesammelt, oft im Besitz derselben Familie; dazu kommen die geräumigen Altbauwohnungen zwischen Gentzgasse und Kutschkermarkt.

Im Geymüllerschlössel von 1808, einer Außenstelle des MAK, stehen Biedermeiermöbel und Alt-Wiener Uhren in originalen Raumfolgen; dort lässt sich vergleichen, wie Bilder, Rahmen und Möbel um 1820 zusammenspielten. Der Bankier Johann Heinrich von Geymüller gehörte zu den Familien, die hier ihren Sommersitz hatten. Die Universitätssternwarte von 1879 und der 1888 eröffnete Türkenschanzpark markieren die Gründerzeit, in der das Cottage entstand; seine Bewohner kauften Bilder des Historismus und des Stimmungsimpressionismus.

Ab März 1938 mussten jüdische Familien das Cottage verlassen; Häuser und Sammlungen wurden entzogen, über viele Einrichtungen entschieden nach 1945 Rückstellungsverfahren. Bilder, deren Weg durch diese Jahre führt, prüfen wir auf ihre Provenienz, ehe ein Angebot entsteht. Eine Cottage-Villa sehen wir vom Souterrain bis unters Dach an und nehmen uns dafür die nötige Zeit. Fotos von Rückseite, Etiketten und Rahmen helfen bei der Vorbereitung.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Biedermeier-Bildnisse und Landschaften – Sommerfrischen in Pötzleinsdorf und Gersthof.
  • Salonbilder des Späthistorismus – Villen im Cottageviertel seit den 1870er-Jahren.
  • Bilder mit langer Familiengeschichte – Besitzdauer über Generationen in Cottage-Villen; Provenienz wird geprüft.

Mit Bezug zu Währing

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 18. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Mein Bild ist nur mit Nachnamen signiert – reicht das für eine Zuschreibung?

Nein, denn in Malerfamilien wie Alt, Blaas, Ender oder L'Allemand signierten mehrere Mitglieder ähnlich. Die Zuordnung ergibt sich aus Schriftbild, Datierung, Motiv und Malweise.

Kaufen Sie auch Bilder unbekannter Maler?

Ja, wenn Motiv, Qualität und Erhaltung stimmen. Viele Akademieabsolventen des 19. Jahrhunderts malten Landschaften und Bildnisse auf gutem Niveau, die heute als Wandbilder gesucht sind.

Lohnt sich eine Restaurierung vor dem Verkauf?

In der Regel nicht. Die Kosten schlagen sich selten vollständig im Ergebnis nieder, und eine ungeeignete Reinigung kann Lasuren beschädigen. Bewertet wird das Bild im vorhandenen Zustand.

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.