Religiöse Malerei der Nazarener
Andachtsbilder und Kirchenentwürfe der romantisch-religiösen Erneuerung im frühen 19. Jahrhundert.
1809 gründeten Studenten der Wiener Akademie um Friedrich Overbeck und Franz Pforr den Lukasbund und zogen 1810 nach Rom, wo sie als Nazarener eine an Raffael und Dürer orientierte religiöse Kunst entwickelten. In Wien setzte Leopold Kupelwieser diese Richtung mit Altarbildern und Fresken fort, Ferdinand Olivier verband sie mit Landschaften. Moritz von Schwind kam aus demselben romantischen Umfeld und malte Märchen und Legenden. Die Bilder zeigen klare Umrisse, helle Lokalfarben und eine innige, oft empfindsame Frömmigkeit.
Am leichtesten zu vermitteln sind Andachtsbilder in gutem Zustand und Entwürfe zu nachweisbaren Kirchenausstattungen. Großformatige Altarbilder setzen eine geklärte Herkunft voraus. Viele nazarenische Kompositionen wurden als Stahlstiche und Andachtsbildchen verbreitet und danach gemalt kopiert. Die Zuschreibung stützt sich auf Zeichnung und Farbigkeit, die bei Nachahmern härter und bunter ausfällt. Kleine Bilder auf Holz für die Hausandacht sind häufig und gut verkäuflich. Rückseitige Widmungen an geistliche Besitzer verlangen eine Klärung der Herkunft.
Woran man es erkennt
- Klare Umrisse und helle Farben
- Entwürfe zu Kirchenausstattungen
- Kopien nach Stahlstichen
- Herkunft bei Altarbildern klären
- Kleinformate für die Hausandacht
Künstler & Entwerfer
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