Bauerngärten und Blumenbilder um 1890
Blühende Gärten, Mohnfelder und Blumenstücke von Olga Wisinger-Florian, Marie Egner und ihrem Umkreis.
Um 1890 wurde der blühende Garten zu einem Hauptmotiv der Wiener Malerei. Olga Wisinger-Florian, ursprünglich Pianistin, malte Bauerngärten, Mohn- und Sonnenblumenfelder in kräftigen, pastosen Farben, Marie Egner Gärten in Niederösterreich, Tirol und Dalmatien sowie Blumenstillleben von großer Leichtigkeit. Beide kamen aus dem Kreis um Emil Jakob Schindler und setzten sich als Malerinnen im Wiener Ausstellungsbetrieb durch. Hugo Charlemont ergänzte das Fach mit Blumenstillleben und Interieurs, die oft Porzellan und Bronzen zeigen.
Gärten und Blumenfelder gehören zu den beliebtesten Motiven der Epoche und werden nach Größe, Leuchtkraft und Erhaltung bewertet. Wisinger-Florians pastose Farbschichten sind druckempfindlich und können bei unsachgemäßem Transport abplatzen. Egner signierte meist „M. Egner“; Signatur und Malweise werden gemeinsam geprüft. Kleine Ölstudien aus den Nachlässen beider Malerinnen sind ebenfalls gefragt. Fotos bei Tageslicht geben die Farben am besten wieder. Gerahmte Ölstudien auf Karton sind bei beiden Malerinnen besonders zahlreich.
Woran man es erkennt
- Leuchtkraft der Farben
- Pastose, druckempfindliche Schichten
- Signatur „M. Egner“
- Ölstudien aus Nachlässen
- Fotos bei Tageslicht
Künstler & Entwerfer
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