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Gemälde des 19. Jahrhunderts im 10. Bezirk, 1100 Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts in Favoriten: Waldmüllerpark bis Oberlaa

Ölbilder aus Gemeindewohnungen, Siedlungshäusern und den alten Ortskernen von Oberlaa und Unterlaa – Ankauf mit kostenloser Besichtigung im 10. Bezirk.

Favoriten entstand 1874 außerhalb des Linienwalls und wurde durch Bahnhöfe, Bahnwerkstätten und die Ziegelöfen am Wienerberg zum Arbeiterbezirk. Bilder des 19. Jahrhunderts sind hier selten Salonbilder; häufiger sind Alpenlandschaften, Heiligenbilder und Genreszenen kleinerer Formate, die in Gemeindewohnungen innerhalb der Familie weitergegeben wurden. In Oberlaa, Unterlaa und Rothneusiedl, die erst 1938 zu Wien kamen, können Bauernhäuser Bilder aus der Zeit vor der Eingemeindung bewahren.

Der Waldmüllerpark erinnert an den Matzleinsdorfer Friedhof, auf dem Ferdinand Georg Waldmüller 1865 bestattet wurde. Hans Puchsbaums gotische Spinnerin am Kreuz von 1452 markiert an der Triester Straße den alten Weg nach Süden. Ein großer Teil der Arbeiterschaft am Wienerberg stammte aus Böhmen und Mähren; 1888 machte Victor Adler ihre Lage öffentlich. Heiligen- und Landschaftsbilder böhmischer Herkunft sind in solchen Familien neben Wiener Malerei zu erwarten.

In großen Gemeindebauten wie dem George-Washington-Hof stehen Bilder oft im Kellerabteil oder hinter Kästen; in Siedlungshäusern im Süden lagern sie auf Dachböden, wo Hitze und Feuchtigkeit Leinwände angreifen. Bitte rollen Sie keine Leinwand ein und nehmen Sie kein Bild aus dem Rahmen. Fotos von Bild und Rückseite reichen für die erste Einschätzung; den Termin legen wir so, dass Keller- und Dachbodenschlüssel zur Hand sind.

Was in Favoriten häufig auftaucht

  • Alpenlandschaften und Genreszenen kleinerer Formate – Wandschmuck in Gemeindewohnungen, die innerhalb der Familie weitergegeben wurden.
  • Heiligen- und Andachtsbilder in Öl – Familien mit Wurzeln in Böhmen und Mähren.
  • Bilder aus bäuerlichem Besitz – Ortskerne von Oberlaa, Unterlaa und Rothneusiedl.

Mit Bezug zu Favoriten

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 10. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 10. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Lohnt sich eine Restaurierung vor dem Verkauf?

In der Regel nicht. Die Kosten schlagen sich selten vollständig im Ergebnis nieder, und eine ungeeignete Reinigung kann Lasuren beschädigen. Bewertet wird das Bild im vorhandenen Zustand.

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Sind Ölstudien auf Karton weniger wert als Leinwandbilder?

Nicht zwingend. Freilichtstudien von Schindler, Pettenkofen oder Alt zeigen die Handschrift unmittelbar und werden eigens gesammelt. Entscheidend sind Motiv und Ausführung.

Ich habe ein Bildpaar, ein Bild ist beschädigt – kaufen Sie beide?

Ja. Pendants werden gemeinsam bewertet, da die Zusammengehörigkeit den Wert stützt. Der Schaden fließt in die Bewertung des Paares ein.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.