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Antiquitäten Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts im 5. Bezirk, 1050 Wien

Ölbilder des 19. Jahrhunderts aus Zinshäusern in Margareten

Zwischen Wienzeile und Gürtel: Landschaften, Genrebilder und Familienporträts aus Gründerzeitwohnungen und Gemeindebauten in Margareten, bewertet bei der Besichtigung.

Margareten wurde in der Gründerzeit fast Parzelle für Parzelle mit vier- bis fünfgeschoßigen Zinshäusern verbaut; ab 1919 kamen die Gemeindebauten am Margaretengürtel hinzu. Bilder des 19. Jahrhunderts tauchen hier vor allem in Haushalten auf, die seit Jahrzehnten an derselben Adresse bestehen: kleinere Alpenlandschaften, Genreszenen und Blumenstücke, die als Wohnzimmerschmuck weitergegeben wurden. Um den Margaretenplatz mit dem Schlossquadrat und in den vereinzelten Biedermeierhäusern zwischen den Gründerzeitbauten reicht der Bestand weiter zurück.

Große Malernamen hat der Bezirk nicht, wohl aber eine Nachbarschaft: Hans Makarts Atelier lag in der Gußhausstraße auf der angrenzenden Wieden; bis 1861 bildeten beide einen gemeinsamen Bezirk. Gerber, Färber, Brauereien und Hinterhofwerkstätten prägten das 19. Jahrhundert. Der Rüdigerhof, den Oskar Marmorek 1902 über dem Wienfluss errichtete, und die Gemeindebauten am Gürtel zeigen, wie bürgerliches und proletarisches Wohnen hier aneinandergrenzen; entsprechend reicht der Bilderbestand vom Salonbild bis zum Wandschmuck einer Zimmer-Küche-Wohnung.

In Gemeindebauten wie Reumannhof oder Metzleinstaler Hof lagern Bilder oft im Kellerabteil, eingewickelt in Decken oder Zeitungspapier. Holen Sie sie für die Fotos ans Licht, ohne sie zu reinigen, denn unsachgemäßes Putzen kann Firnis und Malschicht dauerhaft beschädigen. Viele Zinshäuser um Reinprechtsdorfer Straße und Siebenbrunnenplatz haben bis heute keinen Lift; das Tragen übernehmen wir. Nach der Besichtigung nennen wir unser Angebot.

Was in Margareten häufig auftaucht

  • Alpenlandschaften und Genrebilder kleinerer Formate – Wohnzimmerschmuck in Altmieterhaushalten der Gründerzeithäuser.
  • Familienporträts und Heiligenbilder in Öl – über Generationen in derselben Wohnung weitergegeben.

Mit Bezug zu Margareten

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 5. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Sind Ölstudien auf Karton weniger wert als Leinwandbilder?

Nicht zwingend. Freilichtstudien von Schindler, Pettenkofen oder Alt zeigen die Handschrift unmittelbar und werden eigens gesammelt. Entscheidend sind Motiv und Ausführung.

Ich habe ein Bildpaar, ein Bild ist beschädigt – kaufen Sie beide?

Ja. Pendants werden gemeinsam bewertet, da die Zusammengehörigkeit den Wert stützt. Der Schaden fließt in die Bewertung des Paares ein.

Können Sie große Gemälde vom Dachboden holen?

Ja. Bilder werden auch von Dachböden und über enge Stiegen getragen, verpackt und auf Wunsch mit Rahmen abgeholt. Termine sind in allen 23 Bezirken möglich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.