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Europa & Wien, Flandern, Frankreich, Wien

Tapisserien

Gewirkte Bildteppiche für Wand und Möbel aus Flandern, Frankreich und Wien; im Deutschen oft Gobelin genannt.

Tapisserien sind gewirkte Bildteppiche, die seit dem Mittelalter Wände in Kirchen, Schlössern und Palais bedeckten. Zentren waren Arras, Tournai, Brüssel und Oudenaarde in Flandern, in Frankreich die Gobelins in Paris und Aubusson. Der deutsche Begriff Gobelin geht auf die Pariser Manufaktur zurück. In Wien besteht seit 1921 die Wiener Gobelinmanufaktur, und das Kunsthistorische Museum verwahrt die Tapisserien der habsburgischen Sammlungen.

Tapisserien werden in Schussrips gewirkt: Farbige Schussfäden aus Wolle, Seide und mitunter Metallfaden verlaufen nur so weit, wie die Farbe reicht, und verdecken die Kette vollständig. Gearbeitet wird am Hochwebstuhl oder am Flachwebstuhl nach einer Vorlage, dem Karton. Typische Themen sind mythologische und biblische Szenen, Jagden, Verdüren mit Landschaften und Laubwerk sowie Wappen. Flämische Verdüren des 17. und 18. Jahrhunderts sind im Handel verbreitet.

Alte Tapisserien sind empfindlich gegen Licht, Staub und falsche Hängung; Seide zerfällt, Farben verblassen auf der Vorderseite, während die Rückseite oft die ursprünglichen Töne zeigt. Häufig sind Löcher, Risse, Retuschen mit Farbe und eingesetzte Partien; viele Stücke wurden gekürzt oder neu zusammengesetzt. Eine Restaurierung erfordert eine spezialisierte Werkstatt. Gestickte Nadelarbeiten und maschinell gewebte Gobelins sind von gewirkten Stücken zu unterscheiden.

Woran man es erkennt

  • Gewirkt, Schüsse verdecken die Kette
  • Wolle, Seide, teils Metallfaden
  • Szenen, Verdüren und Wappen
  • Rückseite zeigt oft ursprüngliche Farben
  • Abgrenzung zu Nadelarbeit und Maschinengobelin

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.