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Design des 20. Jahrhunderts im 16. Bezirk, 1160 Wien

Design aus Ottakring: Sandleitenhof bis Wilhelminenberg

Vom Sandleitenhof, einer Anlage mit rund 1.500 Wohnungen, bis zu den Landhäusern am Wilhelminenberg: Ottakring liefert Wohnmöbel und Gebrauchsdesign des 20. Jahrhunderts.

Ältere Mieterinnen und Mieter leben in Ottakring oft seit Jahrzehnten in derselben Gemeindebauwohnung, und die Möbel der Erstausstattung – Kredenzen, Polstergarnituren, Nierentische – sind entsprechend erhalten. Rund um Brunnenmarkt und Yppenplatz wurden seit den 2000er-Jahren ehemalige Gewerbehöfe zu Ateliers; dort finden sich Werkstattleuchten, Metallregale und Designmöbel aus zweiter Hand. Am Wilhelminenberg und im Liebhartstal stehen ältere Land- und Winzerhäuser, deren Bestände bis in die Zwischenkriegszeit zurückreichen.

Am Sandleitenhof (1924–1928) arbeiteten Emil Hoppe und Otto Schönthal neben Siegfried Theiss und Hans Jaksch; mit eigenem Kino, Theatersaal, Bücherei und Läden wirkt die Anlage wie ein Stadtteil für sich. Franz Schuster, der später Typenmöbel für den sozialen Wohnbau entwarf, baute 1926/27 den Karl-Volkert-Hof. Die Heilig-Geist-Kirche in der Herbststraße entstand 1910–1913 nach Plänen von Jože Plečnik in Stahlbeton, und das Meinl-Logo, das Joseph Binder 1924 entwarf, gehört zur Gebrauchsgrafik der Zwischenkriegszeit.

Für Gemeindebauwohnungen in Sandleiten genügen oft wenige Übersichtsfotos und Detailaufnahmen von Beschlägen und Etiketten. In den Landhäusern am Wilhelminenberg kommen Keller, Gartenhütte und manchmal ein Weinkeller hinzu, die beim kostenlosen Termin dazugehören. Meinl-Dosen und Brauereiwerbung gehören nicht zum Design im engeren Sinn, wir nehmen sie beim selben Termin aber ebenfalls auf.

Was in Ottakring häufig auftaucht

  • Wohnmöbel der Nachkriegszeit und SW-Möbel – Gemeindebauwohnungen in Sandleiten
  • Werkstattleuchten und Metallmöbel – ehemalige Gewerbehöfe um Brunnenmarkt und Yppenplatz
  • Gebrauchsgrafik und Verpackungen von Meinl – Firmenstandort an der Julius-Meinl-Gasse

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 16. Bezirk.

Künstler

72

Manufakturen & Marken

65

Epochen & Stile

29

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Design des 20. Jahrhunderts

Kaufen Sie auch Leuchten von Kalmar ohne Typenschild?

Ja. Etiketten und Plaketten von Kalmar sind oft verloren, die Zuordnung erfolgt dann über Modell, Materialien und Kataloge. Vollständige Schirme und originale Fassungen sind für die Bewertung wichtig.

Was ist mit Möbeln aus Palisander?

Möbel mit Furnier aus Rio-Palisander unterliegen dem Artenschutz und benötigen für den Handel in der Regel eine Bescheinigung. Für Teak oder Nussbaum gelten diese Einschränkungen nicht. Welche Holzart vorliegt, zeigt sich an Maserung, Farbe und Herstellerangaben.

Kaufen Sie ganze Einrichtungen der Fünfzigerjahre?

Ja. Komplette Wohn- und Speisezimmer der Nachkriegszeit werden gesichtet, das Angebot kann einzelne Stücke oder die ganze Einrichtung umfassen. Was nach dem Ankauf in der Wohnung bleibt, räumt auf Wunsch unsere Wiener Schwesterseite.

Wie wichtig sind Kataloge und Rechnungen?

Originalrechnungen, Kataloge und Fotos aus der Entstehungszeit belegen Herkunft und Datierung und erleichtern die Bewertung. Bewahren Sie sie gemeinsam mit dem Möbel auf.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.