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Antiquitäten Wien

Design des 20. Jahrhunderts im 18. Bezirk, 1180 Wien

Design aus Währing: Haus Moller und die Cottage-Villen

Loos’ Haus Moller und Singers Gartenhaus von 1932 teilen sich ein Grundstück in der Starkfriedgasse: Im Cottageviertel trifft Wiener Wohnkultur auf Gelehrtenhaushalte.

Cottage-Villen haben Souterrain, Dachboden und Gartenhaus, und dort sammelt sich über Jahrzehnte, was im Wohnbereich ersetzt wurde: Stahlrohrsessel, Schreibtischleuchten, Regale der Nachkriegszeit. Professoren und Wissenschaftler, die im Cottage oder in den weitläufigen Altbauwohnungen nahe Kutschkermarkt und Gentzgasse lebten, richteten Arbeitszimmer oft mit Architektenmöbeln und funktionalen Leuchten ein. In Gersthof und Pötzleinsdorf kommen Einfamilienhäuser mit Möbeln der Fünfziger- bis Siebzigerjahre hinzu.

Loos plante das Haus Moller, Starkfriedgasse 19, nach seinem Raumplan-Prinzip: Wohnebenen, die gegeneinander versetzt sind, statt Geschoße gleicher Höhe. Für Hans und Anny Moller entwarf Franz Singer 1932 ein Gartenhaus auf demselben Grundstück. Das Cottageviertel selbst geht auf den 1872 gegründeten Cottage-Verein zurück, der Villen mit Gärten nach englischem Vorbild anlegte. Nach 1938 wurden zahlreiche dieser Villen enteignet; Rückstellungsverfahren nach 1945 betrafen auch ihre Einrichtungen.

Wegen dieser Geschichte fragen wir bei Möbeln der Zwischenkriegszeit nach Rechnungen, Rückstellungsunterlagen oder Familienfotos. Für die Ersteinschätzung genügen Aufnahmen der Möbel und ihrer Marken. Bei der kostenlosen Besichtigung gehen wir vom Souterrain bis zum Dachboden und schauen auch ins Gartenhaus, wo ausgemusterte Stühle und Leuchten oft stehen; die Abholung folgt nach Vereinbarung.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Stahlrohrmöbel und Arbeitsleuchten – Arbeitszimmer von Wissenschaftlern im Cottage
  • Wohnmöbel der Zwischenkriegszeit – Villen im Cottageviertel; die Herkunft wird geprüft
  • Möbel der 1950er- bis 1970er-Jahre – Einfamilienhäuser in Gersthof und Pötzleinsdorf

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

72

Manufakturen & Marken

65

Epochen & Stile

29

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Design des 20. Jahrhunderts

Wie wichtig sind Kataloge und Rechnungen?

Originalrechnungen, Kataloge und Fotos aus der Entstehungszeit belegen Herkunft und Datierung und erleichtern die Bewertung. Bewahren Sie sie gemeinsam mit dem Möbel auf.

Ist mein Sessel ein Original oder eine Kopie?

Hinweise geben Etiketten, Stempel und Prägungen des Herstellers, Konstruktionsdetails und Materialien. Kopien ohne Lizenz haben oft abweichende Maße und einfachere Verarbeitung. Fotos von Unterseite und Gestell helfen bei der Ersteinschätzung.

Sind Neuauflagen von Vitra oder Wittmann auch interessant?

Ja, wenn sie gut erhalten sind, denn lizenzierte Neuauflagen haben einen eigenen Gebrauchtmarkt. Sie werden jedoch anders bewertet als Stücke aus der ersten Produktionszeit.

Soll ich einen abgenutzten Bezug erneuern lassen?

Nein, zumindest nicht vor der Besichtigung. Originale Bezüge sind für Sammler wichtig, auch mit Gebrauchsspuren. Eine Neupolsterung kann den Wert mindern, wenn sie nicht dem Original entspricht.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.