Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Design des 20. Jahrhunderts im 19. Bezirk, 1190 Wien

Design aus Döbling: Hohe Warte, Kaasgraben und Karl-Marx-Hof

Hoffmanns Villenkolonie auf der Hohen Warte, Walter Loos’ Haus am Kaasgraben und die Wohnberatung im Karl-Marx-Hof: Döbling zeigt Wiener Design in drei Wohnwelten.

Zwischen den Villen an Hoher Warte und Cobenzl und den Gemeindebauwohnungen in Heiligenstadt liegen in Döbling Welten, die man an der Einrichtung ablesen kann. Villen, die seit Generationen in Familienbesitz sind, enthalten Möbel mehrerer Epochen, vom Sessel der Wiener Werkstätte bis zum dänischen Teakmöbel der Sechziger. In den Wohnungen des Karl-Marx-Hofs dagegen dominieren Kästen, Tische und Sitzmöbel, die auf kleine Grundrisse zugeschnitten sind; in Ober- und Unterdöbling liegen Gründerzeitwohnungen dazwischen.

Ernst Lichtblau leitete im Karl-Marx-Hof eine Beratungsstelle für Inneneinrichtung, die Gemeindemietern zweckmäßige Möbel nahebrachte. Am Kaasgraben baute Oskar Strnad 1914 das Haus für Jakob Wassermann, Walter Loos 1933 das Haus für Louise Zemlinsky in der Kaasgrabengasse 24, ausgezeichnet auf der Triennale in Mailand. Erich Boltenstern entwarf um 1935 das Restaurant am Kahlenberg, und von Josef Hoffmann stammen neben der Villenkolonie Hohe Warte auch Haus Ast (1909–1911) und der Gemeindebau Klosehof.

Bei Möbeln der Wiener Moderne und bei allem, was zwischen 1938 und 1945 seinen Besitzer gewechselt haben könnte, steht die Provenienzklärung am Anfang. Villen am Cobenzl und in Sievering besichtigen wir kostenlos samt Nebengebäuden. Im Karl-Marx-Hof, der sich über mehr als einen Kilometer erstreckt, vereinbaren wir Stiege und Hof als Treffpunkt; ein Foto der Wohnzimmermöbel reicht für die erste Einschätzung.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Möbel und Metallarbeiten der Wiener Werkstätte – Villen der Hohen Warte und ihre Bauherren
  • Kleinraummöbel der Zwischen- und Nachkriegszeit – Wohnungen im Karl-Marx-Hof
  • Skandinavische und österreichische Möbel der 1960er-Jahre – Villen in Familienbesitz am Cobenzl und in Sievering

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Künstler

72

Manufakturen & Marken

65

Epochen & Stile

29

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Design des 20. Jahrhunderts

Wie wichtig sind Kataloge und Rechnungen?

Originalrechnungen, Kataloge und Fotos aus der Entstehungszeit belegen Herkunft und Datierung und erleichtern die Bewertung. Bewahren Sie sie gemeinsam mit dem Möbel auf.

Ist mein Sessel ein Original oder eine Kopie?

Hinweise geben Etiketten, Stempel und Prägungen des Herstellers, Konstruktionsdetails und Materialien. Kopien ohne Lizenz haben oft abweichende Maße und einfachere Verarbeitung. Fotos von Unterseite und Gestell helfen bei der Ersteinschätzung.

Sind Neuauflagen von Vitra oder Wittmann auch interessant?

Ja, wenn sie gut erhalten sind, denn lizenzierte Neuauflagen haben einen eigenen Gebrauchtmarkt. Sie werden jedoch anders bewertet als Stücke aus der ersten Produktionszeit.

Soll ich einen abgenutzten Bezug erneuern lassen?

Nein, zumindest nicht vor der Besichtigung. Originale Bezüge sind für Sammler wichtig, auch mit Gebrauchsspuren. Eine Neupolsterung kann den Wert mindern, wenn sie nicht dem Original entspricht.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.