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Historische Blankwaffen & Rüstungen im 19. Bezirk, 1190 Wien

Türkenbeute, Säbel und Panoplien aus Döbling

Vom Kahlenberg zog 1683 das Entsatzheer gegen die Belagerer Wiens; Döblinger Villen bewahren orientalische Klingen, Offizierssäbel und Waffenwände.

Viele Döblinger Villen gehen auf Bankiers- und Industriellenfamilien des 19. Jahrhunderts zurück und sind bis heute in deren Besitz. Hallen und Stiegenhäuser dieser Häuser trugen oft Panoplien und Rüstungen des Historismus, Arbeitszimmer orientalische Säbel und Dolche als Sammlerstücke. Hinzu kommen Offizierssäbel, Galadegen und Mensurschläger. In Grinzinger, Nussdorfer und Sieveringer Weinbauernhöfen liegen Hirschfänger und alte Messer, Gemeindebauten wie der Karl-Marx-Hof Bajonette und Seitengewehre aus den Weltkriegen.

Am 12. September 1683 stiegen die Truppen des polnischen Königs Johann III. Sobieski und Herzog Karls von Lothringen vom Kahlenberg herab und schlugen das osmanische Belagerungsheer; Kahlenberg und Leopoldsberg sind seither Erinnerungsorte der Befreiung Wiens. Echte Türkenbeute aus jenem Jahr ist selten, die meisten Yatagans und Kilijs in Wiener Familien stammen aus dem 19. Jahrhundert. Heiligenstadt, Nussdorf und die anderen Weinorte lagen 1683 im Vorfeld der Kämpfe und wurden schwer verwüstet.

Klingen und Kugeln, die am Kahlenberg oder in Weingärten ausgegraben wurden, sind Bodenfunde im Sinne des Denkmalschutzgesetzes; solche Stücke kaufen wir nicht ohne Klärung. Gingen Teile eines Villenbestands in der Zeit des Nationalsozialismus in andere Hände über, gehen wir der Provenienz nach. Waffen mit Lauf übernimmt über unsere Vermittlung ein befugter Waffenhändler. Auch in Hanglagen am Cobenzl ist die Besichtigung kostenlos.

Was in Döbling häufig auftaucht

  • Orientalische Säbel und Dolche – Sammlungen in Bankiers- und Industriellenvillen; Provenienz wird geprüft
  • Panoplien und Rüstungen des Historismus – Hallen und Stiegenhäuser Döblinger Villen
  • Hirschfänger und alte Messer – Weinbauernhöfe in Grinzing, Nussdorf und Sievering

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 19. Bezirk.

Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Historische Blankwaffen & Rüstungen

Woran erkenne ich, ob eine Rüstung alt ist?

Hinweise sind Gewicht, Schmiedespuren, Nieten, Marken der Plattner und Lederreste. Viele Rüstungen in Wiener Wohnungen stammen aus dem Historismus und dienten als Dekoration; auch sie haben einen Markt, werden aber anders bewertet.

Soll ich Rost von der Klinge entfernen?

Nein. Schleifen, Polieren und chemische Rostentferner zerstören Ätzungen, Bläuung und Patina. Lassen Sie die Waffe so, wie sie ist, und lagern Sie sie trocken.

Kaufen Sie japanische Schwerter?

Ja. Katana, Wakizashi und Tanto werden nach Schmied, Epoche, Klingenqualität und Montierung bewertet, Tsuba und Schwertzubehör auch einzeln. Viele Schwerter in Europa sind spätere Souvenirarbeiten; wir unterscheiden sie von alten Klingen.

Kaufen Sie Bajonette aus dem Ersten Weltkrieg?

Ja. Bajonette und Seitengewehre der k. u. k. Armee und anderer Armeen werden nach Modell, Hersteller, Stempeln und Erhaltung bewertet. Bajonette mit passender Scheide und Truppenstempel sind gesuchter.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.